"Heilig" rührt zu Freudentränen

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Ein außergewöhnliches Klangerlebnis gab es am Wochenende in der St.-Laurentius-Kirche. Mit dem Solistenensemble "enCHANTed" aus Dreieich und den zwölf jungen Herren von "Sonat Vox" unter Leitung des 22-jährigen Dirigenten Justus Merkel gastierten beim Frohsinn zwei besondere Vokalgruppen.

Ein außergewöhnliches Klangerlebnis gab es am Wochenende in der St.-Laurentius-Kirche. Mit dem Solistenensemble "enCHANTed" aus Dreieich und den zwölf jungen Herren von "Sonat Vox" unter Leitung des 22-jährigen Dirigenten Justus Merkel gastierten beim Frohsinn zwei besondere Vokalgruppen.

Der Vorsitzende Bardo Weinert freute sich über das große Interesse, zuvor hatte der Frohsinn seine Gäste mit dem Chorwerk "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" von Heinrich Schütz begrüßt.

Die fünf Solisten von "enCHANTed" eröffneten klangsinnlich mit Gesualdo-Motetten und zeitgenössischen geistlichen Vertonungen von Pradall. Klar herausgearbeitete Linien, sensibles Nachspüren der polyphonen Strukturen und eine stilistische Sensibilität für diese selten zu hörenden alten und ganz neuen Meister zeichneten die Darbietung aus. Danach übernahmen die Männerstimmen – allesamt Ehemalige des weltberühmten Windsbacher Knabenchors – mit einem vorwiegend romantischen Programm, das sie in einzigartiger homogener und obertonreicher Klanglichkeit zelebrierten. Die Interpretation des berühmten "Heilig" von Schubert rührte zu Freudentränen.

Nach der Pause präsentierte "enCHANTed" seine ganze Virtuosität mit sprachlicher Prägnanz und Klangfrische bei seinen italienischen, französischen und englischen Madrigalen. "Sonat Vox" sang danach schlichteste Weisen von Silcher mit unglaublicher Transparenz und Ausgewogenheit. Ihr Programm beendeten sie mit dem kecken "Der Käfer und die Blume". Die Solisten von "enCHANTed" griffen diesen Text in einer Vertonung von Richard Strauss auf und beschlossen das Programm mit Pop Arrangements der "Real Group" in mitreißender Manier. Großer Applaus für einen überragenden Nachmittag erlesenster Vokalmusik war der verdiente Lohn. (Foto: bu)

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