Grüne fordern Planungsstopp

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Anlässlich der Offenlegung des Planentwurfs für den Bebauungsplan "Burgweg" üben die Rockenberger Grünen massive Kritik an der bisherigen Vorgehensweise. Sie fordern den Stopp des Planungsverfahrens und stattdessen einen "von Bürgern getragenen, nachhaltigen Dorfentwicklungsprozess". Im Burgweg sollen eine neue Schule, ein Altenheim, ein Supermarkt und ein Feuerwehrhaus entstehen.

Anlässlich der Offenlegung des Planentwurfs für den Bebauungsplan "Burgweg" üben die Rockenberger Grünen massive Kritik an der bisherigen Vorgehensweise. Sie fordern den Stopp des Planungsverfahrens und stattdessen einen "von Bürgern getragenen, nachhaltigen Dorfentwicklungsprozess". Im Burgweg sollen eine neue Schule, ein Altenheim, ein Supermarkt und ein Feuerwehrhaus entstehen.

Seit Beginn der Diskussion um das Großprojekt für die "Neue Mitte" zwischen Rockenberg und Oppershofen habe man immer wieder gefordert, dass mögliche Auswirkungen auf die bestehende Infrastruktur und die langfristige dörfliche Entwicklung sowie Alternativen geprüft werden und die Bürger frühzeitig zu beteiligen sind, sagt Grüne-Sprecher Theo Pauly.

Argumente von CDU und Dorfpartei, die Offenlage der Pläne erfülle genau diese Kritierien, lässt Pauly nicht gelten. Eine frühzeitige Beteiligung hätte laut Baugesetzbuch bereits bei der Entwicklung der städtebaulichen Ziele und Konzeption stattfinden müssen. Auswirkungen auf die bestehende Infrastruktur und die zu erwartende höhere Verkehrsbelastung seien noch nicht untersucht, alternative Standorte nicht geprüft worden.

Pauly erinnert an die Dorferneuerungsprozesse in beiden Ortsteilen, die mit großem Engagement der Bürger durchgeführt worden seien. "Rockenberg verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit Gemeindeverwaltung, drei Bäckerläden, Metzgerei, Hofladen, zwei Banken, Apotheke, Postagentur, drei Gasthäusern, Schuster, Schuhladen mit Paketshop, zwei Grundschulen, zwei Kindergärten und zwei Mehrzweckhallen sowie einem großen Lebensmittelmarkt." Mit zwei Zahnärzten und einer Arztpraxis sei auch die medizinische Versorgung gewährleistet.

Mit LEADER nicht vereinbar

Außerdem sei die Gemeinde Mitglied beim "LEADER-Regionalforum", das die Ortsinnenentwicklung in der Region als strategische Daueraufgabe habe. Dort sei auch die Leitthese "Vorfahrt für die Dorfinnenentwicklung" formuliert worden. Nachverdichtung mit Bestandsentwicklung, Revitalisierung, Abriss und Neubau hätten Vorrang vor einer "flächenverzehrenden Siedlungserweiterung im Außenbereich".

Die Pläne für den "Burgweg" seien mit dem Engagement der Gemeinde im LEADER-Prozess nicht vereinbar. Pauly warnt vor einem "finanziellen Desaster" und dem "Ausbluten der bestehenden dörflichen Infrastruktur". Zudem würden sieben Hektar Acker- und Wiesenland verloren gehen. "Die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen ginge weiter zurück", so der Grünen-Vertreter. Die Bundesregierung wolle den Flächenverbrauch halbieren. "Das sollte auch für Rockenberg gelten."

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