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Die gefundenen Grabstätten stammen aus der Zeit um 450 nach Christus.

Germanische Gräber entdeckt

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Rockenberg (pm). Über 1500 Jahre alte Gräber sind bei archäologischen Grabungen im Gebiet des künftigen Burgwegs entdeckt worden. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Johannes Weil (CDU), machte sich nun vor Ort selbst ein Bild. Andreas König, Archäologe und Grabungsleiter der Firma SPAU, erläuterte ihm dabei die Details zur Vorgehensweise, wie die CDU Rockenberg in einer Pressemitteilung berichtet.

Brandbestattungen durchgeführt

Laut König befinden sich in dem Gebiet höchst interessante Funde aus der Zeit der Germanen - nämlich Brandbestattungen, die etwa auf das Jahr 450 nach Christus datiert wurden. Die Gräber sind üblicherweise nur in bis zu 30 Zentimeter Tiefe der Humusschicht anzutreffen. So konnten sie im Gebiet Burgweg unbeschadet überdauern, da aufgrund der Hanglage die obere Erdkrume immer wieder durch Bodenverlagerungen überdeckt worden ist.

Die Grabungen gestalten sich aufgrund des regenreichen Frühjahrs etwas aufwendiger, erfuhr die CDU Rockenberg. Teilweise müsse die Grabungsstelle mit Pumpen trockengelegt werden, bevor die Erdschichten mithilfe eines Baggers schichtweise abtragen werden könnten.

Eine enge Abstimmung mit den Denkmalbehörden sei somit unerlässlich, um die einzelnen Parzellen je nach Witterungslage zeitnah zu erkunden, erklärt König.

Für die Gemeindevertretung sei es laut CDU Rockenberg wichtig, einen Überblick über die Grabungen zu erhalten und diese zeitlich einzuordnen. So seien die Fördermittel für den Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses bereits bewilligt. Auch die Planungen für den Schulneubau und die weitere Ausgestaltung mit Ärztehaus und Nahversorgern hätten einen entsprechenden Reifegrad.

Enge Abstimmung

»Hier ist eine enge Abstimmung mit den Denkmalbehörden und dem Wetteraukreis unerlässlich. Diese fordert intensive Gespräche«, erläutert Weil. »Eine Information an die Gemeindevertretung mit einem Vororttermin halte ich für sinnvoll, um allen die nötigen Hintergrundinformationen für weitergehende Beratungen und Beschlüsse zu geben.«

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