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Bürgermeister Manfred Wetz (l.) und Rainer Auer (r., SPD) gratulieren dem neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Johannes Weil (CDU).

Frischer Wind für Rockenberg

Rockenberg (laf). Mit einem Glockenläuten begann am Montagabend die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung im Bürgerhaus Oppershofen. Bürgermeister Manfred Wetz (parteilos) eröffnete die Sitzung, indem er zunächst seinen Dank für das Engagement aller ehemaligen Amtsträger zum Ausdruck brachte. Er gratulierte außerdem allen neuen Mitgliedern der Gemeindevertretung.

»Es gibt viele neue, junge Gesichter. Das wird sich auf die Arbeit und das Miteinander auswirken - nutzen Sie Ihr Mandat und arbeiten Sie unparteiisch für das Wohl der Gemeinde und der Bürgerinnen und Bürger«, sagte Wetz.

Konsens bei Personalwahlen

Themen dürften durchaus kontrovers diskutiert werden. Der Bürgermeister rief dabei zu gegenseitigem Respekt auf: »Respektieren Sie die Meinung anderer und werden Sie nicht persönlich - zum Schluss gilt die Entscheidung der Mehrheit der Gemeindevertretung.«

Die Sitzung war naturgemäß von Personalfragen geprägt. Zum neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung wurde Johannes Weil (CDU) einstimmig gewählt, der sich über diesen gemeinsamen Vorschlag aller Fraktionen sichtlich freute. »Ich habe mir sagen lassen, dass so ein gemeinsamer Vorschlag nicht sehr häufig vorkommt«, sagte Weil. Fünf interessante Jahre kämen auf die neue Gemeindevertretung zu. »Ich freue mich besonders über das Interesse der jungen Leute. Das zeigt, dass Politik hier in Rockenberg noch einen hohen Stellenwert hat«, sagte er. Ebenfalls auf gemeinsamen Vorschlag aller Fraktionen wurden Wolfgang Langsdorf (Dorfpartei), Nils Gonder (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Witzenberger (SPD) einstimmig zu Weils Stellvertretern gewählt.

Da bei der jüngsten Kommunalwahl in Rockenberg weder Unregelmäßigkeiten vorgekommen noch Einsprüche eingelegt worden waren, empfahl Bürgermeister Wetz als Wahlleiter, die Wahl für gültig zu erklären. Dieser Beschlussvorschlag wurde einstimmig angenommen. Wetz nutzte die Gelegenheit, um der Verwaltung und den Wahlhelfern seinen Dank auszusprechen.

Im Vorfeld waren mehrere Anträge zur Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Rockenberg eingereicht worden. Ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen forderte neben dem Haupt- und Finanzausschuss einen zweiten Ausschuss für Bauen, Planung, Umwelt und Naturschutz. Diese Änderung wurde einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Wetz unterbreitete weiter den Vorschlag, die Hauptsatzung um einen Satz zu erweitern: Wo vorher nur dann eine Ehrenbezeichnung verliehen werden konnte, wenn sich eine Person mindestens 20 Jahre für die Gemeinde engagiert hatte, kann nun die Gemeindevertretung »unter Würdigung des Einzelfalls« über Ausnahmen und Abweichungen zu dieser Regel entscheiden. Alle stimmten dafür.

Unabhängig von dieser Änderung erhielten fünf Personen eine Ehrenbezeichnung; alle hatten sich mehr als 20 Jahre für die Gemeinde engagiert: Heidrun Kammer erhielt den Titel »Ehrenbeigeordnete«. Arnold Peichl wurde zum »Ehrengemeindevertreter« ernannt, ebenso Günter Behr und Karl Maria Weckler. Berthold Wild wurde die Bezeichnung »Ehrenvorsitzender der Gemeindevertretung« verliehen.

Ein genereller Konsens herrschte auch bei der Wahl der Vertreter für Verbandsversammlungen und Verbände. Diese Positionen wurden wie folgt besetzt:

Regionalverband: Zum Vertreter des Regionalverbandes Frankfurt/Rhein-Main wurde Bürgermeister Wetz gewählt. Der Beigeordnete im Gemeindevorstand Peter Danz (Dorfpartei) wird sein Stellvertreter.

Wasserverband Nidda: Bürgermeister Wetz wurde ebenfalls für das Amt des Stellvertreters des Wasserverbandes Nidda gewählt. Sein Stellvertreter wird Achim Mosch (Bündnis 90/Die Grünen),

ekom 21: In die Verbandsversammlung des ekom 21-KGRZ Hessen wurden Sascha Mieger (Bündnis 90/Die Grünen) als Vertreter und Bardo Raab (CDU) als Stellvertreter gewählt.

Schriftführer: Das Amt der Schriftführer erhielten auf Vorschlag des Bürgermeisters die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung Claudia Bayer, Gerlinde Krämer, Andrea Ruschig, Wolfgang Triebert und Michael Witzenberger.

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