Erneuerbare Wärme

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Rockenberg (pm). Nach Vorstellung der Grünen könnte Rockenberg bis 2030 klimaneutral werden. Sie haben dazu eine Vision für ein Projekt »DORFWärme« entwickelt. In einem Online-Seminar wurden die Ideen kürzlich vorgestellt. Mit je einer Wärmezentrale »am Burgweg« und nördlich der JVA könnte über ein Nahwärmeversorgungsystem beide Ortsteile mit Biosolarenergie beheizt werden.

Statt mit einem eigenen Heizkessel werde so wohlige Wärme direkt ins Haus geliefert. Die Rockenberger Landwirte könnten mit dem Anbau von Energieholzbändern und Agro-Foresting den notwendigen Brennstoff bereitstellen. Etwa zehn bis 20 Prozent der Ackerfläche seien dafür notwendig, so Energieexperte Theo Pauly. Die Hölzer würden nur alle fünf bis zehn Jahre geerntet, sodass die Gehölzstreifen während ihrer Wachstumsphase einen wertvollen Schutz für bedrohte Tierarten bieten, wie Feldhuhn und Feldhamster.

Landwirte können profitieren

Auch die Landwirte hätten nach Meinung der Grünen dadurch etliche Vorteile: Humusaufbau, Schutz der Böden vor Winderosion, Austrocknung oder Abschwemmung. »Das ganze System wäre eine sinnvolle Verknüpfung von Landwirtschaft, Energieversorgung, Naturschutz und Klimaschutz«, heißt es in einer Mitteilung der Partei. Und die Landwirte würden von der Brennstoffherstellung und -lieferung profitieren«, meinen die Grünen. Unter dem Motto »Energie in Bürgerhand« könnten sich alle Rockenberger/innen finanziell beteiligen - »ein klassisches Projekt für nachhaltige Entwicklung. Mit ihrem Geld würden die Bürger ihre Region stärken und nicht mehr die goldenen Wasserhähne von Ölscheichs und Gas-Putin finanzieren«.

Mit dem in Planung befindlichen Projekt Burgweg würden die Weichen für die nachhaltige Energiezukunft gestellt, sind die neuen Grünen-Vorstände Sascha Mieger und Markus Landvogt überzeugt: »Wir gehen neue Wege mit erneuerbaren Energien - zum Nutzen aller.«

Das Online-Seminar »Klimakommune Rockenberg - energieeffizient und 100% erneuerbare Energien« ist auf Facebook zu sehen.

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