Oliver Beckers Lieblingsplatz ist die Altstadt von Büdingen. Das "Wappentier" der Stadt ist der Frosch, was auf die Besiedlung des Stadtgrabens vor den Wehranlagen im Mittelalter mit Fröschen zurückzuführen ist. In vielfältigen Variationen taucht der Frosch heute auf. FOTO: CF
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Oliver Beckers Lieblingsplatz ist die Altstadt von Büdingen. Das "Wappentier" der Stadt ist der Frosch, was auf die Besiedlung des Stadtgrabens vor den Wehranlagen im Mittelalter mit Fröschen zurückzuführen ist. In vielfältigen Variationen taucht der Frosch heute auf. FOTO: CF

Reise in die Vergangenheit

  • vonChristine Fauerbach
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Sobald das Wetterauer Impfzentrum eröffnet wird, werden zahlreiche Bürger nach Büdingen kommen. Der Tipp von Oliver Becker lautet: Nach der Impfung gegen das Coronavirus genügend Zeit einplanen für einen Rundgang durch seinen Lieblingsort - Büdingens mittelalterliche Altstadt.

Schmucke Fachwerkhäuser, ein spätgotisches Rathaus, prachtvolle Sandsteingebäude, eine stilvolle Residenz, eine kunstvoll gestaltete Kirche, eine begehbare Bastion, viele verwunschene Kopfsteinpflasterstraßen und Plätze zum Verweilen: Das alles und noch viel mehr macht den Charme der Büdinger Altstadt aus.

Dem unverwechselbaren Flair eines der besterhaltenen historischen Stadtbilder Deutschlands ist Oliver Becker aus Karben seit Jahren erlegen. Er fährt immer wieder nach Büdingen, um sich in der historischen Altstadt mit Freunden zu treffen, sich am Anblick der mittelalterlichen Kulisse zu erfreuen und sich eine kleine Auszeit zu gönnen.

Auch Albert Einstein war schon hier

"Man begibt sich in der Büdinger Altstadt auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit, taucht ein in eine andere Welt, lässt Stress und Hektik hinter sich", schwärmt der Moderator, Entertainer, Regisseur und Theaterpädagoge. "Faszinierend finde ich immer wieder die vielen, schmückenden Details an den Gebäuden. Alles interessante Zeugnisse aus verschiedenen Stilepochen, die ein geschlossenes Ortsbild ergeben und zum Entdecken einladen." Für Ausflüge in die Natur lockt der nahe Büdinger Wald mit altem Baumbestand und Fürstengräbern.

Die Altstadt ist ein organisch gewachsenes, historisches Schatzkästchen. Albert Einstein lobte nach seinem Besuch im Mai 1952: "Ein Stück Mittelalter, gezeigt von seiner attraktivsten Seite." Heute ist die Altstadt im Sommer zugleich eine Kulturmeile, in der bildende und musizierende Künstler zur Freude der Bewohner und Touristen ihren Talenten freien Lauf lassen. Im September verwandeln sich das malerische Schloss und der Schlosspark, während der "Landpartie" mit jährlich wechselndem Themenschwerpunkt, in eine pulsierende Kunst- und Kulturmeile samt inspirierender Gartenausstellung und interessanter Vorträge.

Entdeckt hat Oliver Becker seinen Lieblingsort durch Besuche bei seinem Kollegen Didi Iffland, der u. a. im Jukuz-Team jahrelang den "Kinderplaneten" betreute. Iffland hat seine Heimatstadt zum Sitz seiner Künstleragentur und seines Theaters "Andersland humor & more" erkoren. "Wir kennen uns seit meiner Schulzeit an der Kurt-Schumacher-Schule. Dort war ich in der Jugend-Comedy-Gruppe ›Los-Mabbec‹ aktiv und habe mit ihm bei einem Weihnachts-programm in der Kulturscheune Selzerbrunnen kooperiert." Daraus entwickelte sich eine ständige Zusammenarbeit.

Durch Meetings in Büdingen entdeckte Oliver Becker den historischen Stadtkern. "Man vermutet bei der Einfahrt nach Büdingen, wenn man aus Richtung Karben kommt, nicht so eine schöne Altstadt. In ihr gibt es viele kleine schöne Geschäfte und tolle Restaurants. Ich komme beim Flanieren durch die Altstadt oder den Schlosspark immer schnell zur Ruhe, bekomme den Kopf frei, verspüre Urlaubsflair und tanke Energie."

Zum Entdecken und Flanieren lädt die zwei Kilometer lange, begehbare Büdinger Bastion mit ihren 22 Türmen wie dem 20 Meter hohen Großen Bollwerk und seinen vier Meter dicken Mauern ein. Den Hauptzugang zum spätmittelalterlichen Festungsbau, der einst Alt- und Neustadt umschloss, gewährt das 1503 erbaute, doppeltürmige Jerusalemer Tor.

Zu den zahlreichen Baudenkmälern aus dem 15. und 16. Jahrhundert gehören der Oberhof, das Steinerne Haus, das historische Rathaus mit einem spätgotischen Treppengiebel, das Gasthaus "Zum Schwan" oder das imposante Burgmannenhaus, um nur einige zu nennen.

Immer einen Besuch wert ist das Büdinger Schloss, dessen ältester Teil eine Wasserburg aus dem zwölften Jahrhundert ist. Im Schlossmuseum erfahren Besucher viel Wissenswertes über die bis heute von der inzwischen 23. Generation der Fürstenfamilie von Ysenburg bewohnte Residenz. "Die Altstadt von Büdingen ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert", weiß Oliver Becker aus Erfahrung.

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