CDU-Kandidat Holger Hachenburger (r.) im Gespräch mit dem Stadtverordneten Leon-Clemens Sehrt an einem der Brennpunkte in der Reichelsheimer Durchgangsstraße. FOTO: PM
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CDU-Kandidat Holger Hachenburger (r.) im Gespräch mit dem Stadtverordneten Leon-Clemens Sehrt an einem der Brennpunkte in der Reichelsheimer Durchgangsstraße. FOTO: PM

"Wie eine Käseglocke"

  • vonred Redaktion
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Reichelsheim(pm). "Die Hauptstraße ist eine Katastrophe. Da muss man wirklich Angst um seine Kinder haben", sagt eine Dorn-Assenheimerin, und eine Heuchelheimerin klagt: "Es ist mir ein Rätsel, wie man in einer Seitenstraße so beschleunigen kann." Für CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger sind solche Äußerungen nur die Spitze eines Eisbergs. "Das Thema Verkehrssicherheit hängt wie eine Käseglocke über der Stadt." Nahezu jeder Bürger, mit dem er sich unterhalte, fordere eine bessere Überwachung des fließenden Verkehrs, aber auch ein entschiedeneres Vorgehen gegen wilde Parkerei.

Die Botschaft sei eindeutig, sagt Hachenburger. "Zebrastreifen, Blitzer, alles, was die Verkehrssicherheit hergibt", so laute der Tenor. Deshalb habe er bereits zu Beginn des Wahlkampfs darauf verzichtet, punktuelle Verbesserungen anzustreben, sondern sich für ein Gesamtkonzept, einen Masterplan Verkehrssicherheit, ausgesprochen.

In der Stadtverordnetenversammlung sieht er wachsende Unterstützung. So habe die CDU Anträge zur Anschaffung von Tempodisplays und zur besseren Ausstattung des Ordnungsbehördenbezirks gestellt, der für die Radarmessungen zuständig ist. Die SPD habe im August mit der Forderung eines städtischen Konzepts nachgelegt, eine Initiative, die er für richtig halte.

Für Hachenburger ergibt sich daraus ein klarer Ansatz. "Wir werden demnächst sechs Tempodisplays haben, zudem können sogenannte Blackboxen eingesetzt werden." Diese erfassen Verkehrsdaten, auch über einen längeren Zeitraum. Mir den Ergebnissen sollen Verbesserungen angestrebt werden. Dies geschehe entweder über übergeordnete Behörden oder vermehrte Radarmessungen. "Wichtig ist, das alles auf dem Prüfstand kommt und notfalls auch harte Diskussionen geführt werden."

Instrumente nutzen

."Wir können als Stadt den Verkehr nicht massiv reduzieren", stellt Hachenburger fest, "wir können aber dafür sorgen, dass er für die Bürger und Anwohner erträglicher wird." Es gebe jede Menge Instrumente, auch Querungshilfen wolle er prüfen lassen. Heuchelheim habe mit der Sanierung der Durchgangsstraße eine reelle Chance, in puncto Verkehrssicherheit einen Schritt nach vorn zu machen.

Auch in Wohnbereichen seien Maßnahmen sinnvoll. Selbst Anwohner von Sackgassen oder Spielstraßen schauten frustriert dem Verkehr hinterher, berichtet der CDU-Kandidat. Eine Mutter habe geschrieben: "Im letzten Monat wären wir zweimal platt gewesen, wenn wir bei Grün über die Ampel gegangen wären."

Sicherheit für Fußgänger sei aber nicht nur eine Frage des Verkehrs. In Beienheim sei er erneut auf die Stolperfalle "Bürgersteig" hingewiesen worden. Den besten Tipp bekam Hachenburger dabei von einer Seniorin: "Warten Sie, bis Glasfaser gelegt wird, dann müssen die das alles bezahlen, die das Trottoir aufreißen."

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