CDU weist Vorwürfe zurück

  • Dagmar Bertram
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Reichelsheim(pm/dab). CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Erich Sehrt weist die Kritik von FW-Bürgermeisterkandidat Cenk Gönül zurück, wonach die Union "Flyer mit Halbwahrheiten" verteilt habe (WZ vom Dienstag). Gönul habe "schlicht versucht, die Glaubwürdigkeit der CDU-Fraktion mit untauglichen Einwürfen zu untergraben", schreibt Sehrt in einer Pressemitteilung. Dennoch begrüße er die Diskussion um die Entwicklung der Neuen Mitte.

Der Investor, der dort nicht zum Zuge kam, habe in Weckesheim eine Seniorenanlage errichtet, erinnert Sehrt. "Dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung sind bis heute keine Beschwerden zu diesem Millionenprojekt zu Ohren gekommen."

Sehrt bleibt dabei: 1 Million Euro weg

Gönüls Vorwurf, man hätte für den Betreiber eines Eiscafés eine Konkurrenz errichten wollen, sei abwegig, zumal in Reichelsheim ein solches Café vermisst werde. Sehrt "Hier hätten sich auch einheimische Betreiber einbringen können."

Der Investor sei im Gespräch mit der ortsansässigen Betreiberin der Apotheke gewesen. "Keine Fraktion wollte eine Konkurrenz für die alteingesessene Apotheke", sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion. Weitere Möglichkeiten, etwa ein Sanitätshaus, ein Sprachtherapeut oder ein anderer Facharzt, hätten nicht weiter verfolgt werden könne, weil der Investor sich zurückgezogen habe. "Mietkosten spielten in der Bauausschusssitzung keine Rolle, da die Wohnungen verkauft werden sollten."

Die CDU stehe weiterhin zu der Aussage, dass durch die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung die Gefahr bestanden habe, dass die in Reichelsheim praktizierenden Ärzte dem Standort den Rücken kehren würden. Die Enttäuschung der Ärzte war laut Sehrt "extrem".

Die Praxis sei nun "zum Glück" doch noch entstanden, allerdings nicht allein durch den Einsatz der FW, sondern aller drei Fraktionen, sagt Sehrt. Die CDU würde sich freuen, wenn es bei dem Gebäude um ein Landesärztezentrum handeln würde. Sehrt: "Dann dürfen wir uns wohl auf eine Facharztschwemme einstellen." Der bauliche Eindruck spreche aber eher nicht dafür.

Als "steile These" bezeichnet Sehrt die Aussage, die CDU habe mit ihrem Stimmenanteil von acht der 27 Abgeordneten andere Investoren abgedrängt und leugne deren Existenz. Tatsächlich habe der Magistrat die Anfrage eines weiteren Investors nicht weiter verfolgt, da dieser "nicht über den besten Ruf" verfüge. Sehrt: "Wie da etwas geheim gehalten worden sein soll, obwohl die FW den Ersten Stadtrat stellt, ist ebenfalls nicht schlüssig."

Die CDU bleibe dabei, dass der Stadtkasse über eine Million Euro entgangen sei. Sehrt: "Ob das Bauland noch einmal so, wie vom Investor angeboten, verkauft werden kann, steht in den Sternen."

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