Warten aufs neue Fahrzeug

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"Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek und Wehrführer Boris Dönges haben gute Vorarbeit geleistet", stimmte Bürgermeister Bertin Bischofsberger die Feuerwehr bei deren Hauptversammlung auf das neue Fahrzeug ein – trotz gewachsener Herausforderungen. Denn die Ausschreibung des Staffellöschfahrzeugs StLF 20/25 werde sich bis Juni hinziehen; mit der Auslieferung sei erst nach weiteren 18 Monaten zu rechnen. Hintergrund sei das interkommunale Prozedere, denn mit Reichelsheim erweitern derzeit vier Kommunen ihren Fuhrpark um das gleiche Modell. Bei einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro bedürfe dies zeitaufwendiger rechtlicher Vereinbarungen.

"Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek und Wehrführer Boris Dönges haben gute Vorarbeit geleistet", stimmte Bürgermeister Bertin Bischofsberger die Feuerwehr bei deren Hauptversammlung auf das neue Fahrzeug ein – trotz gewachsener Herausforderungen. Denn die Ausschreibung des Staffellöschfahrzeugs StLF 20/25 werde sich bis Juni hinziehen; mit der Auslieferung sei erst nach weiteren 18 Monaten zu rechnen. Hintergrund sei das interkommunale Prozedere, denn mit Reichelsheim erweitern derzeit vier Kommunen ihren Fuhrpark um das gleiche Modell. Bei einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro bedürfe dies zeitaufwendiger rechtlicher Vereinbarungen.

Auch Dönges stellte das StLF 20/25 in den Mittelpunkt, erinnerte etwa an die 78 400 Euro Landeszuschuss. Überhaupt sei 2018 das Jahr der Veränderungen gewesen, was mit seiner Ernennung zum Wehrführer in der Nachfolge des zum Stadtbrandinspektor avancierten Pipperek auch personeller Natur war. In der Bilanz bezifferte er für die durch zwei Neuzugänge verstärkte 31-köpfige Einsatzabteilung elf Einsätze, zu denen sich Brandschutzdienste oder die Brandschutzerziehung in der Kita St. Elisabeth und der Grundschule im Ried gesellten. Sein weiterer Schwerpunkt: Als Dank für Zeitaufwand bei Einsatz und Übungen kamen auch gemeinschaftliche Aktivitäten nicht zu kurz.

Vereinsvorsitzender Marcus Jung lobte gelungene Veranstaltungen wie den Vaddertag oder das Oktoberfest. Intensiv engagierten sich die Brandschützer bei den Feiern zum 700. Dorfgeburtstag. Dabei habe das Format "Dorn-Assenheim frühstückt" eine Neuauflage verdient. Bei Ergänzungswahlen wurde Jung ein neuer Stellvertreter zur Seite gesellt: Maximilian Rack folgt auf Christian Gäck. Auf einen neuen Vize kann auch Jugendleiter Peter Sturm bauen, Bruder Paul Sturm löst Joshua Scoggins ab, der sich um den Aufbau einer Kindergruppe kümmert.

Es mangelt an Nachwuchs

Die Nachwuchsarbeit zeige Licht und Schatten, so der Jugendleiter. 306 Stunden aufgewandte Zeit, die Gemeinschaftsübung in Blofeld, Ausflüge oder die im Verbund mit den Nachbarfeuerwehren erzielten Resultate bei Jugendflamme 1 oder Leistungsspanne könnten nicht über ein gravierendes Problem hinwegtäuschen: Es mangelt an Nachwuchs. "Wir setzen verstärkt auf Werbemaßnahmen", versprach Sturm, und Bürgermeister Bischofsberger regte an: "Ich werde mit der Jugendpflege sprechen, ob man nicht auch über die Ferienspiele den Kindern das Thema Feuerwehr näherbringen kann."

Bischofsberger erläuterte zudem die Gründe, das Projekt eines zentralen Stützpunkts auf Eis zu legen. Man habe die Reißleine gezogen, da das Vorhaben bei den Beteiligten immer unpopulärer geworden sei. Gründe seien die mögliche Auflösung der Feuerwehrvereine und mangelnde Nutzungsoptionen der Gerätehäuser. Stattdessen sei die dezentrale Struktur durch zusätzliche Gelder im Haushalt zur Abarbeitung von Mängellisten in allen Einrichtungen gestärkt worden.

Mit Beförderungen und Ehrungen endete die Versammlung. Joshua Scoggins ist jetzt Oberfeuerwehrmann, Felix Mittig Löschmeister. Urkunden und Vereinsnadeln würdigten zudem langjährige Mitglieder: Gerhard Petri (60 Jahre), Clemens Winkler, Monika und Paul Weitz (je 40 Jahre) sowie Ottmar Hofmann (25 Jahre). Einen besonderen Applaus sicherte sich Schriftführer Herbert Schmidt nach fast 40 Jahren im Amt. Die Versammlung ernannte ihn zum Ehrenvorstandsmitglied. (Fotos: hh)

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