dab_waeldchen_020721_4c_2
+
Anhand dieses Luftbildes will die BI die Größe des Wäldchens verdeutlichen.

Wäldchen-BI rügt Beschluss

  • Dagmar Bertram
    VonDagmar Bertram
    schließen

Reichelsheim (pm/dab). Die Stadtverordneten haben kürzlich den geplanten Standort für die neue Kita in der Kernstadt Reichelsheim bestätigt: Demnach muss das sogenannte Wäldchen weichen (die WZ berichtete). Bereits 2017 hatte das Parlament sich für das Gelände neben dem Bürgerhaus ausgesprochen. Nach Protesten aus der Bürgerschaft war der alte Sportplatz als Alternative ins Gespräch gekommen.

Diese ist nun in der jüngsten Sitzung verworfen worden.

Die Entscheidung der SPD-Mehrheit kritisiert die Bürgerinitiative (BI) »Rettet das Reichelsheimer Wäldchen« in einer Pressemitteilung. Dazu hat BI-Sprecher Rudolf Zentgraf auch ein Luftbild verschickt, das »eindrucksvoll die wahre Größe« des Wäldchens zeige und wie es sämtliche Bäume in der Umgebung überrage. »Was kein Wunder ist, steht dort doch unter anderem eine mächtige Esche, die am Stammfuß über einen Meter Durchmesser hat.«

Er stehe nach wie vor »eisern« dazu, sagt Zentrgraf: »Dieses wunderschöne, über 50 Jahre alte Biotop mit seinen über 60 Großbäumen darf nicht zerstört werden.« In der Pressemitteilung erneuert er die Argumente der BI: Pro Jahr entziehe das Wäldchen der Atmosphäre über 300 Tonnen Kohlendioxid, produziere über 240 Tonnen Sauerstoff und binde über sechs Tonnen Feinstaub. Die Kinder könnten dort spielen und Naturerfahrungen sammeln sowie ihre kognitiven Fähigkeiten fördern. Außerdem verdunste das Wäldchen über 15 000 Liter Wasser am Tag und mache dadurch »die kommenden Glutsommer« viel erträglicher. Es helfe den Menschen demnach aktiv im Kampf gegen den Klimawandel.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare