dab_kiebitz_130721_4c_2
+
Treffen am Kiebitzzaun (v. l.): Wolfgang Patzak, Andrea Rahn-Farr, Jörg-Uwe Hahn, Walter Schmidt, Stefan Stübing, Dr. Matthias Werner.

Über 100 junge Kiebitze

  • VonRedaktion
    schließen

Reichelsheim (pm). Über das Kiebitzvorkommen in der Nähe des Reichelsheimer Flugplatzes informierten sich kürzlich der Wetterauer FDP-Landtagsvizepräsident Jörg-Uwe Hahn gemeinsam mit Andrea Rahn-Farr, FDP-Kreistagsabgeordnete und Kandidatin zur Bundestagswahl, und dem ehrenamtlichen FDP-Kreisbeigeordneten Wolfgang Patzak. Davon berichtet die FDP nun in einer Pressemitteilung.

Walter Schmidt, zuständig für Naturschutz beim Forstamt Nidda, Stefan Stübing, Avifauna-Referent der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, und Dr. Matthias Werner aus dem Hessischen Umweltministerium stellten das Artenschutzprojekt vor.

Werner erklärte: »Ein rund 1000 Meter langer und fest installierter Wildschutzzaun schützt mit zwei stromführenden Litzen die Bodenbrüter. Dieses Projekt hat unter anderem die Bruterfolge des vom Aussterben bedrohten Kiebitz massiv gesteigert.« Zum einen fänden die Kiebitze hier optimale Lebensbedingungen vor, zum anderen würden natürliche Feinde wie Fuchs und Waschbär ferngehalten. »Und wenn sich Feinde aus der Luft, wie beispielsweise Greifvögel, nähern, schließen sich die Kiebitze zusammen und vertreiben den Eindringling.«

Stübing präsentierte die vorliegenden Zahlen: »1980 gab es in Hessen noch über 2000 Kiebitz-Paare, aktuell sind es nur noch 300. Vor einigen Jahren war der Bestand in Hessen auf rund 250 Paare zurückgegangen, nun konnten wir die Reproduktionszahlen stabilisieren.« Das Projekt im Mähried sei ein Erfolg. Hätten im Jahr 2018 in diesem geschützten Gebiet rund 16 Brutpaare für Nachwuchs gesorgt, seien es 2019 schon 49 brütende Weibchen und 2020 74 brütende Weibchen mit weit über 100 flüggen Jungen - und damit etwa die Hälfte aller in Hessen in diesem Jahr aufgewachsenen Jungvögel - gewesen.

Rahn-Farr und Patzak sagten über das Kiebitzprojekt in Reichelsheim: »Hier lassen sich wirtschaftliche und landwirtschaftliche Interessen optimal mit dem Artenschutz vereinen. Unweit von dem Standort des Artenschutzprojektes befindet sich der Reichelsheimer Flugplatz und es werden Felder von Landwirten bewirtschaftet - und der Kiebitz fühlt sich offensichtlich sehr wohl.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare