Streit um neue Parkplätze in Weckesheim

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Reichelsheim(dab). Über "alternative Fakten" ärgerte sich Bürgermeister Bertin Bischofsberger in der Parlamenssitzung. Es sei "frei erfunden" von den Freien Wählern, dass 200 Parkplätze im Süden von Weckesheim gebaut werden sollten. Maximal 30 Plätze seien in der Planung vorgesehen, sagte Bischofsberger der WZ.

Die FW-Fraktion hatte einen Antrag gestellt, wonach auf dem Gelände "Vor den heiligen Ellen" eine Streuobstwiese anzulegen sei. Damit solle verhindert werden, dass dort Parkplätze entstehen, erklärte Cenk Gönül. Auf dem 3500 Quadratmeter großen Gelände, das im Umweltbericht als Parkplatz gekennzeichnet sei, sei Raum für etwa 200 Stellplätze. Dies sei den Bürgern von Weckesheim-Süd nicht zuzumuten. Die FW seien der Meinung, es gebe einen besseren Standort für Parkplätze am Bergwerksee: an der L 3187.

Die CDU hatte daraufhin eine Anfrage an den Magistrat gestellt, um Details zu erfahren. Laut Bischofsbergers Antwort ist die Situation in den Straßen Am Sportplatz und Kurt-Schumacher-Straße angespannt. Es gebe oft Beschwerden von Anwohnern, weil die Mitarbeiter zweier umliegender Firmen in diesen Straßen parkten. Auf deren Firmengelände sei aber nicht genug Platz für die Autos, sodass ein Ausweichparkplatz entstehen soll. Außerdem sollen die neuen Stellplätze dafür sorgen, dass Seebesucher die Feldwege nicht mehr zuparken.

Wie sieht es mit dem Lärmschutz aus, wollte Gönül wissen, und wären die Parkplätze nicht an einem anderen Ort möglich? Weil auch Dr. Erich Sehrt für die CDU Gesprächsbedarf sah, beantragte er die Überweisung in den Ausschuss. Die SPD schloss sich an - das Votum: einstimmig.

Klima-Kommune?

Ebenfalls der Fachausschuss wird sich mit dem Bündnis "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen" befassen. Die Freien Wähler hatten beantragt, die Stadt möge diesem Verbund beitreten, dem bereits weit über 200 Städte, Gemeinden und Landkreise angehören.

Deren Konzepte beinhalteten teilweise gute Ideen, befand Holger Hachenburger nach seiner Internetrecherche. Mehr Infos seien aber nötig, forderte Holger Strebert für die SPD. Das Umweltministerium würde einen Mitarbeiter entsenden, der im Ausschuss informiere, sagte Gönül.

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