Stadtverordnetenvorsteherin und Bald-Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst erhält für ihre souveräne Sitzungsleitung in den vergangenen Jahren viel Lob von Bürgermeister Bertin Bischofsberger und ihrem Nachfolger Holger Strebert (r.).
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Stadtverordnetenvorsteherin und Bald-Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst erhält für ihre souveräne Sitzungsleitung in den vergangenen Jahren viel Lob von Bürgermeister Bertin Bischofsberger und ihrem Nachfolger Holger Strebert (r.).

Strebert übernimmt wieder die Glocke

  • vonOliver Potengowski
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Reichelsheim (sax). Einstimmig bestätigten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montagabend die Wahl von Lena Herget-Umsonst zur Bürgermeisterin. Weil sie zum 1. Dezember ihr Amt als Stadtverordnetenvorsteherin niederlegt, musste ein Nachfolger gewählt werden. Mit Holger Strebert (SPD) wird der Amtsvorgänger von Herget-Umsonst auch ihre Nachfolge antreten.

»Ich habe ein Déjà-vu«, kommentierte Bürgermeister Bertin Bischofsberger die einstimmige Wahl Streberts. . Er habe mit Holger Strebert als Stadtverordnetenvorsteher in der Wirtschaftskrise angefangen und höre auch mit ihm auf. Bischofsberger nutzte die Wahl ihres Nachfolgers für ein großes Lob an Herget-Umsonst. »Sie hat sich immer sehr neutral verhalten, war immer sehr gut vorbereitet«, würdigte er ihre Sitzungsleitung. »Sie waren für alle, die hier sitzen, eine Stadtverordnetenvorsteherin, die sich andere Kommunen sehr wünschen würden.«

Strebert schloss sich dem Lob an. »Ich weiß, wie das ist, es gibt viele Sitzungen, bei denen man den Schweiß auf der Stirn stehen hat.«. Herget-Umsonst sei beliebt, geschätzt, habe sich einen Namen gemacht. »Leider verlässt Du uns als Stadtverordnetenvorsteherin, aber Du rückst ja nur zwei Plätze nach rechts«, spielte er auf den Platz des Bürgermeisters an der Seite des Stadtverordnetenvorstehers an.

Herget-Umsonst gab das Lob an Strebert zurück. Er habe damals die Sitzungen immer überparteiisch und neutral, humorvoll, aber dennoch mit dem notwendigen Ernst geleitet. Sie schenkte ihm eine große Glocke für die Sitzungsleitung, da er wiederholt angemerkt habe, dass das Glöckchen, das sie verwendete, zu dezent sei.

Scholz sorgt für Verwunderung

»Es gab bis vor Kurzem kein Amt, das ich lieber ausgeübt hätte«, sagte Heget-Umsonst. Sie freue sich schon sehr auf den 1. Januar, wenn ihre Amtszeit als Bürgermeisterin beginnt.

Durch Streberts Wahl musste auch der dritte stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher neu gewählt werden. Üblicherweise ist das eine Formalie, da jede Fraktion einen Stellvertreter vorschlägt. Auch die Reihenfolge, in der diese die Sitzungsleitung übernehmen, ist festgelegt, wie Hans-Günter Scholz (FW) erläuterte. So steht Dr. Erich Sehrt (CDU) an erster Stelle der Vertretungsliste. Auf dem zweiten Platz steht Scholz als Stellvertreter des Stadtverordnetenvorstehers. Erst wenn beide verhindert sind, die Sitzung zu leiten, wird diese Aufgabe an den SPD-Vertreter übergeben.

Dass Scholz sich in der Abstimmung über diese Personalie gegen den SPD-Kandidaten Eckhard Fritsch aussprach sorgte für einige Verwunderung. Herget-Umsonst versicherte sich durch eine Rückfrage bei Scholz, dass er tatsächlich als einziges Mitglied des Gremiums gegen Fritsch als stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher gestimmt hatte. FOTO: SAX

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