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Stephanie Becker-Bösch (l.) in gemütlicher Runde mit Peter und Patricia Stähler (2. v. r.) sowie Lena Herget-Umsonst.

Seit Oktober nur eine Veranstaltung

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Reichelsheim (prw). Das Tor steht offen und lässt einen ersten Blick in den Hof, auf das Fachwerk und die Rosen erhaschen. Die Weckesheimer »GenussScheune« ist aber nicht nur optisch ein Hingucker. Davor überzeugten sich Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch und Bürgermeisterin Lena Hergert-Umsonst kürzlich bei einem Besuch.

Begrüßt wurden sie von Patricia und Peter Stähler, die das Gebäude aus dem Jahr 1425 im Jahr 2005 entdeckten, sich verliebten und kauften. Seither haben sie ihre Scheune dank umfangreicher baubiologischer Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in eine kleinen Oase verwandelt. Seit der Eröffnung 2008 ist die »GenussScheune« ein Raum für Seminare, Workshops, Entspannung und Genuss. Für Reichelsheim ist sie zudem ein besondere Hochzeitsort.

»Hier spürt man förmlich das Herzblut und die Leidenschaft, die in die Räumlichkeiten und in die Projekte gesteckt werden«, waren sich Becker-Bösch und Herget-Umsonst einig. Die Kommunalpolitikerinnen waren ebenso begeistert von der frischen Wetterauer Küche, den traditionellen Rezepten und modernen Ideen. Regionale Kooperationen, wie zur Kaffeerösterei in Nidda, und die Mitgliedschaft beim »Wetterauer Landgenusses«, seien Kern des Konzepts.

Einen großen Raum während des Gesprächs nahmen die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen ein. »Wir hatten seit Oktober 2020 nur eine Veranstaltung. Wir starten jetzt langsam, mit Abstand und ständiger Rückkopplung mit den zuständigen Ämtern mit kleineren Formaten«, erläuterte Peter Stähler. »Wir mussten erst einmal wieder unsere Lieferketten hochfahren und neue Hygienekonzepte aufstellen«, ergänzte Patrizia Stähler. Auch neue Formate seien während der Pandemie entstanden, etwa ein Online-Schokoladen-Tasting.

»Die Lockerungen geben den Betreibenden zwar wieder etwas Luft, langfristige Planungen sind aber immer noch nicht möglich«, sagte Becker-Bösch. Von 0 auf 100 in kürzester Zeit wieder alles hochzufahren, ohne die Sicherheit, wie lange der normale Betrieb wieder laufen könne, sei nicht leicht. »Auch die finanziellen Herausforderungen lösen sich nicht von einem Tag auf den anderen.« Die Corona-Hilfen hätten zwar manchem durch die Krise geholfen, für den normalen Betrieb müsse aber auch Kapital vorhanden sein.

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