Thomas Wolff (l.) und Götz Wollinsky führen Lena Herget-Umsonst über den Biohof in Beienheim. FOTO: PM
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Thomas Wolff (l.) und Götz Wollinsky führen Lena Herget-Umsonst über den Biohof in Beienheim. FOTO: PM

Quer durchs Biobeet

  • vonred Redaktion
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Reichelsheim(pm). Was als Pilotprojekt startete, hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem Leuchtturmprojekt in der Biolandwirtschaft entwickelt: der Pappelhof von Götz Wollinsky in Beienheim und der dortige Lieferservice "Querbeet" von Thomas Wolff. Mit beiden traf sich SPD-Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst kürzlich vor Ort, informierte sich über die Betriebskonstellation, die Mitarbeiterstruktur und vor allem über den Anbau.

Wollinsky führte die Kandidatin über den Hof und zeigte ihr sein Anbaugebiet. Auf 45 Hektar werden 30 unterschiedliche Kulturen angebaut. Die stärksten und am meisten nachgefragten Kulturen sind Kartoffeln und Möhren. Der hauptsächliche Anbau erfolgt in Beienheim, in Steinfurth wird zusätzlich Feingemüse angebaut.

110 Mitarbeiter

"Man spürt richtig, wie Sie den Biogedanken hier leben. Es ist beachtlich, wie Sie sich zu einem der größten Bioland-Anbieter im Rhein-Main-Gebiet entwickelt haben", lobte Herget-Umsonst.

Wollinsky übernahm den Bauernhof von seinem Vater und entwickelte ihn zu dem, was er heute ist. Seit 1996 gibt es den Vollsortiment-Bio-Lieferservice, den Wolff leitet, inklusive Online-Shop. Die derzeit 2200 Kunden können zwischen 4000 Artikeln wählen, sie erhalten Rezeptkarten zum Nachkochen und bekommen ihre Bestellung in Kühlfahrzeugen nach Hause geliefert. Für die Frankfurter Innenstadt gibt es einen Fahrradkurier. Wolff erläuterte: "Wir beziehen unsere Produkte nur von Produzenten, zu denen wir eine persönliche und langjährige Beziehung haben. Nachhaltigkeit in der Produktion und gesunde Böden sind uns enorm wichtig."

Wolff und Wollinsky sind stolz auf ihre zahlreichen Auszeichnungen, wie das Biosiegel des Landes Hessen und den Förderpreis "Ökologischer Landbau" des Bundes. Durch Corona habe das Unternehmen mehr Kunden binden können. "Wir haben viele Neukunden gewonnen, und unsere Stammkunden haben unseren Service noch stärker genutzt", sagte Wolff. "Die Regionalität der Lebensmittel scheint wieder mehr Bedeutung zu bekommen."

Wollf, seit 35 Jahren im Biolandbau aktiv, betonte, ihm lägen auch soziale Kooperationen und sportliche Projekte sehr am Herzen: "Da ich selbst Marathonläufer bin und den Biogedanken quasi in die Welt tragen möchte, unterstützen wir zum Beispiel das Projekt ›Main Bio läuft‹."

"Sie sind nicht nur ein Aushängeschild im Biolandbau, sondern mit 110 Mitarbeitern auch ein wichtiger Arbeitgeber vor Ort", sagte Herget-Umsonst. Ex-Bürgermeister Gerd Wagner habe damals Weitsicht bewiesen und das Projekt maßgeblich unterstützt. Herget-Umsonst: "Ich möchte die Zukunft Ihres mittelständigen, inhabergeführten Unternehmens begleiten, bei Projekten unterstützen, Ansprechpartnerin für Ihre Belange sein."

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