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Interessante Visite in Sachen Bioprodukten: (von links) Rüdiger Preuß, Yvonne Straschek, Alfried Moll, Juliane Moll, Götz Wollinsky und Thomas Wolff.

Online Biogemüse bestellen

  • VonRedaktion
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Reichelsheim (pm). »Man fährt zwar regelmäßig daran vorbei, aber was genau sich hinter den Begriffen ›Pappelhof‹ und ›Querbeet‹ verbirgt, wusste ich nicht genau«, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Yvonne Straschek. »Wir wollten uns einmal genau anschauen, was ein Pionier der ökologischen Landwirtschaft hier bei uns im Stadtgebiet genau macht«, ergänzte Fraktionskollege Alfried Moll.

Sie besuchten deshalb kürzlich den Pappelhof in Beienheim.

Seit 1993 baut der Hof in Reichelsheim Produkte aus ökologischem Anbau an. Darunter Getreide, Feldgemüse, Kartoffeln und Obst. Insgesamt werden 30 unterschiedliche Kulturen angebaut, berichteten die Landwirte Götz Wollinsky und Rüdiger Preuß. »Wir und unsere sechs Angestellten üben den Beruf mit voller Leidenschaft aus und das schon seit über 25 Jahren.« Das eigens erzeugte Biosortiment wird durch Thomas Wolff, Inhaber von Querbeet vermarktet. Die Idee, dass Kunden ihr Gemüse online bestellen und per Lieferservice nach Hause geliefert bekommen, sei eingeschlagen wie eine Bombe. Corona habe dann alles übertroffen. »Unser Betrieb mit 120 Mitarbeitenden, die überwiegend aus der Wetterau kommen, beliefert derzeit 2600 Kunden, die wöchentlich nach individuellen Wünschen bedient werden. Die Kitas in Beienheim und Reichelsheim werden auch mit frischen Produkten von Querbeet beliefert«, berichtete Wolff. »Dank unserer nachhaltigen Arbeitsweise sind unsere Produkte gefragter denn je.« Aufgrund der hohen Nachfrage über die Grenzen des Wetteraukreises hinaus beispielsweise aus Frankfurt, Königstein, Eppstein, Egelsbach oder Wehrheim - »stellt dieses Unternehmen einen Gewinn für unsere Stadt dar«, ergänzte Juliane Moll, Ökotrophologin bei Querbeet und Kandidatin der SPD-Fraktion für die Kommunalwahl am 14. März. »Um noch nachhaltiger zu arbeiten, haben wir in Frankfurt und Altenstadt einen Lieferservice per Lastenrad eingeführt und wollen dies auch erweitern«, so Wolff. Es gebe mittlerweile ein Sortiment aus 4000 Artikeln, das auch eine Körperpflegeserie beinhalte.

Besseres Internet und Tempolimit

Die Kommunalpolitiker fragten auch nach den Wünschen des Querbeet-Teams. Für einen besseren Service benötige der Hof dringend besseres Internet. Auch wünsche man sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h, da die Landesstraße von einem Radweg überquert wird und eine Gärtnerei und sechs landwirtschaftliche Betriebe an ihr liegen. »Wir kämpfen seit 23 Jahren dafür. Da die Zuständigkeit hier bei Hessen Mobil liegt, kann die Stadt leider nicht eingreifen. Dennoch kann sie gemeinsam mit uns auf diesen Zustand immer wieder hinweisen«, meinte Wollinsky abschließend.

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