Kleine Kunstwerke für den Hausherrn: Pfarrer Kai Wornath und Kita-Leiterin Nataly Seibt freuen sich über die Kreativität des fünfjährigen Janne. FOTO: HH
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Kleine Kunstwerke für den Hausherrn: Pfarrer Kai Wornath und Kita-Leiterin Nataly Seibt freuen sich über die Kreativität des fünfjährigen Janne. FOTO: HH

Neues Konzept für die Kita

  • vonHolger Hachenburger
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Reichelsheim(hh). "Die katholische Pfarrgemeinde steht langfristig zu dieser Kita und wird auch weiterhin investieren, um die Einrichtung auf den neuesten Stand zu bringen", setzt Pfarrer Kai Wornath auch künftig auf ein attraktives Betreuungsangebot in der Dorn-Assenheimer Einrichtung. In den vergangenen Monaten hat sich einiges in St. Elisabeth getan. Mit Nataly Seibt kam eine bewährte Leiterin zurück, zudem wurden die Außenanlagen erweitert und der Innenbereich um eine Mensa wie einen zusätzlichen Personalraum ergänzt. "Auch die Küche ist neu", freut sich Wornath, "die ist jetzt picobello."

Individuelle Betreuung

Beim Rundgang fällt neben einer neuen Raumkonzeption und aktuellen Schallschutzarbeiten ein weiterer Aspekt ins Auge. In der mit einer Betriebserlaubnis für 54 Kinder ausgestatteten Einrichtung tummeln sich gerade 30 Jungen und Mädchen. "Die Zahlen gehen bei gleichbleibender Tendenz zurück", prognostiziert Seibt. Als Folge wurde ein Gruppenraum zum Personalraum umfunktioniert. Auch eine Mensa mit zwölf Plätzen und zeitlich flexiblem Frühstückangebot ist nunmehr räumlich integriert.

"Durch die geringere Kinderzahl können wir individueller auf deren Bedürfnisse eingehen", sieht Seibt im Umkehrschluss positive Auswirkungen auf das pädagogische Konzept. Auf Elternanregung entstand so eine Gruppe der Zwei- bis Vierjährigen. Dies erlaube eine zielgerichtete Förderung, zumal die Kita bei den Zweijährigen derzeit über ein stadtweites Alleinstellungsmerkmal verfügt - ein Öffnungsmodul bis 16.30 Uhr.

"Wir vermitteln den Kindern den Glauben und christliche Werte, stehen aber allen Konfessionen und Konfessionslosen offen", spricht Wornath alle Kinder der Stadt an, und Seibt ergänzt: "Wir sind weltoffen." Bei weiter rücklaufigen Betreuungszahlen stelle sich allerdings die Frage nach einer soliden Zukunftsplanung. Dies führe letztendlich auch zu Überlegungen, künftig über die Stadt Reichelsheim hinaus Kinder aufzunehmen.

Dabei wird das Raumkonzept weiterentwickelt. Für die U2-Betreuung ist ein Ausbau erforderlich, Räumlichkeiten müssen geschaffen, die Planung in Auftrag gegeben werden. Für die Kleinen soll zudem im Obergeschoss eine kleine Werkstatt mit Materialraum entstehen. "Wir wollen kreative und vielschichtigere Projekte starten, das Werken und die Handarbeit überhaupt rücken stärker in den Fokus", erläutert Seibt. Beispielhaft nennt sie das Basteln von Laternen zu Sankt Martin oder Laubsägearbeiten zu Weihnachten. Ihr Ziel: ein Werkstattführerschein für die Kleinen.

Tierische Begleitung

Trotz der Corona-Pandemie mit ihren limitierten Möglichkeiten wie Besuchen bei Polizei oder Feuerwehr, muss die Vorschulgruppe auf Abwechslung nicht verzichten. Seit einiger Zeit belebt Begleithündin Piri das Geschehen. Die vierbeinergestützte Pädagogik kommt bei den angehenden Abc-Schützen gut an. Die Kinder sind begeistert und lernen viel über den Umgang mit Haustieren. Da wundert es auch nicht, dass die Kleinen ihre Runde umgehend umfirmiert haben: in Dalmatinergruppe.

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