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Neuer Bahnsteig an neuem Ort

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Der neue Bahnsteig wird barrierefrei sein.
Der neue Bahnsteig wird barrierefrei sein. © Nicole Merz

Reichelsheim-Weckesheim (lk). Der Bahn-Haltepunkt in Weckesheim soll ab August modernisiert werden. Gut 470 000 Euro sind für den Umbau vorgesehen. 90 000 Euro davon muss die Stadt Reichelsheim tragen. »Wird der Plan realisiert, wäre das sehr passend zum geplanten Neubaugebiet«, teilt Bürgermeister Bertin Bischofsberger mit.

Geht alles glatt, bekommen die Weckesheimer noch in diesem Jahr einen modernisierten und barrierefreien Haltepunkt. Der Bahnübergang soll ab August gebaut werden, der neue Bahnsteig ab Anfang Oktober, berichtete Bürgermeister Bertin Bischofsberger (CDU) bei der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten. Die Parlamentarier beschlossen einstimmig, der Magistrat solle einen entsprechenden Vertrag zur Realisierung abschließen.

Der Haltepunkt wird nach aktueller Planung auf die gegenüberliegende Seite der Dorn-Assenheimer Straße gespiegelt. Statt hinter der historischen Lok, wo der Bahnsteig derzeit liegt, wird an der jetzigen Grünanlage gebaut. Der Grund: Die neue Betonkante wäre zu breit gewesen und zu nah an das angrenzende Wohnhaus gerückt, das sich in Privatbesitz befindet. Über den neuen Bahnsteig soll ein barrierefreier Einstieg in den Zug möglich sein.

Die Modernisierungspläne sind nicht neu: Bereits 2007 hatte die Stadt eine sogenannte Rahmenvereinbarung über den barrierefreien Ausbau der Linie 32 auf der Horlofftalbahn zwischen Friedberg und Nidda geschlossen. Der Haltepunkt Reichelsheim wurde bereits 2010 erneuert.

Der Ausbau des Weckesheimer Haltepunkts wird rund 470 000 Euro kosten. Der Anteil der Stadt beträgt rund 90 000 Euro, berichtete Bischofsberger. Die restlichen Kosten übernehmen die weiteren an der Maßnahme beteiligten Partner: das Land Hessen, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe und die Deutsche Bahn. Rund 125 000 Euro stehen laut Bischofsberger bereits im Haushalt für den Ausbau bereit.

Größere Verkehrsbehinderungen werde es im Zuge der Baumaßnahme nicht geben, heißt es im Rathaus. In ein oder zwei Nächten könne es etwas lauter werden, Anwohner würden rechtzeitig informiert.

SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Schauermann kommentierte den Ausbau: »Es könnte nicht besser passen: Wenn die neuen Bürger einziehen, wird es einen neuen Haltepunkt geben.« Durch die Maßnahme nehme der Ortsteil eine sehr gute Entwicklung. »Es kann auch gut sein, dass Weckesheim dadurch für den einen oder anderen Investor interessant wird.«

Wie berichtet, soll westlich der Dorn-Assenheimer Straße das seit Jahren geplante Neubaugebiet entstehen. Bereits Mitte 2017 könnten die rund 60 Grundstücke für Wohnhäuser verkauft werden. Langfristig rechnet Bischofsberger mit 300 bis 400 Weckesheimer Neubürgern.

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