Multimedialer Kommers zum 125-jährigen Bestehen

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Der Trailer begann mit einer historisch inspirierten Collage: Reichelsheim in Flammen, darunter die Jahreszahl 1665. Ein radikaler Szenenwechsel in die Gegenwart: Drei Löschfahrzeuge fuhren dem Zuschauer auf der Startbahn des Flugplatzes entgegen, darüber ein Rettungshubschrauber der Johanniter. Danach packende Aufnahmen von der Rettung von Menschen aus Unfallfahrzeugen und mehr.

Der Trailer begann mit einer historisch inspirierten Collage: Reichelsheim in Flammen, darunter die Jahreszahl 1665. Ein radikaler Szenenwechsel in die Gegenwart: Drei Löschfahrzeuge fuhren dem Zuschauer auf der Startbahn des Flugplatzes entgegen, darüber ein Rettungshubschrauber der Johanniter. Danach packende Aufnahmen von der Rettung von Menschen aus Unfallfahrzeugen und mehr.

Rauschender Applaus belohnte die Präsentation, und der Kommers zum 125-Jährigen der Freiwilligen Feuerwehr hatte begonnen. Eine Vielzahl von Ehrengästen aus den Reihen befreundeter Wehren, aus Kirchen, Vereinen und Parteien konnten Vorsitzender Alexander Hitz, Wehrführer Benjamin Freiter und Moderator Steffen Fritzel, Leiter der feuerwehreigenen Tanzgruppe, begrüßen. Im Anschluss sorgte die Show- und Marchingband des Musikcorps Dorheim unter Stabführung von Sven Runkel für einen schwungvollen Auftakt.

Das abwechslungsreiche Konzept sollte sich fortsetzen: Zwischen den Redebeiträgen agierten Katja Ranft und Klaus Mörschel als Ehepaar Brettschneider auf der Bühne. Die Gruppe "Blue Flames" des SV Reichelsheim verwandelte sich aus gelbkostümierten "Maiskörnern" in springlebendige "Popcons". Vor der Pause fuhr die Jugendfeuerwehr vor, demonstrierte witzig und schlagkräftig ihren Zusammenhalt und ließ anschließend aus allen Rohren Silberkonfetti statt Wasser ins Publikum regnen.

Doch durften an einem solchen Abend auch Grußworte und Rückblicke nicht zu kurz kommen. Bürgermeister Bertin Bischofsberger, Schirmherr des Festjahres, erläuterte, die Freiwillige Feuerwehr sei unverzichtbarer Bestandteil des kommunalen Sicherheitskonzepts und heutzutage "eine universelle Taskforce in pausenloser Einsatzbereitschaft". Sieben Feuerwehrfrauen und 28 Feuerwehrmänner, 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und elf verdiente Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung bildeten ein Team, "das für uns alle durchs Feuer geht", so Bischofsberger.

Als der Helm noch aus Leder war

Bis zurück in das erwähnte Jahr 1665 und den damaligen Brand, dem binnen eineinhalb Stunden 68 Gebäude zum Opfer fielen, dehnte Horst Diehl, Vorsitzender des jungen Heimat- und Geschichtsvereins, seinen Rückblick aus. Seine Kleidung mit Overall und Lederhelm verdeutlichte dabei, wie schlicht man sich die Ausrüstung früherer Feuerwehrleute vorzustellen hatte.

Abwechslungsreich und zum Teil selbstironisch gestaltete sich auch der Text- und Bildvortrag des Vorsitzenden Hitz: Feste wie das 100-jährige Bestehen im Jahr 1992, die Gründung der Jugendfeuerwehr (1985), die Entstehung des Tanzkreises ab 2003, spektakuläre Übungen, die Teilnahme an den internationalen Feuerwehrsternfahrten, Anekdoten sowie kleine und große Katastrophen prägten seinen Bericht. " ›Feuerwehr ist cool‹ hat einmal einer unserer Jüngsten auf ein Plakat geschrieben und es im Gerätehaus hinterlassen. Wenn das bei unserer Arbeit herauskommt, haben wir alles erreicht", sagte Hitz. (Foto: Müller)

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