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Pächter Sven Steinrück (l.) und Jagdaufseher Michel Lauer begutachten den illegalen entsorgten Müll.

Müll illegal im Revier entsorgt

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Reichelsheim (pm). Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zum Donnerstag, 25. Februar, das Reichelsheimer Revier für ihre illegale Müllentsorgung genutzt.

Neben einer alten Matratze fanden sich die Reste einer kaputten Kommode und einige alte Reifen an der langen Hecke, die am sogenannten »10 000-Mark-Weg« liegt. »Wir reden hier nicht von einem Kavaliersdelikt, sondern von der illegalen Beseitigung von Abfällen«, zeigt sich Sven Steinrück, Pächter des Reichelsheimer Reviers und Revierhegemeister, erbost über den Fund. »Wir reden hier von einer Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 100 000 Euro Strafe geahndet werden kann. Bei schlimmeren Verstößen kommen wir auch schon in den Bereich einer Straftat mit verbundener Haftstrafe. Wir leben in einem empfindlichen Gleichgewicht von Mensch und Natur, das durch solche Eingriffe nachhaltig gestört wird«, ärgert er sich.

Steinrück dankt den Bürgern, die ihn über den Fund informiert hätten. »Unsere Begeher sind auf ihren morgendlichen Runden ebenfalls angehalten, auf solche Dinge zu achten.« Die Behörden seien informiert und die Jagdaufseher angehalten, noch besser die Augen offen zu halten.

Kein Einzelfall

Der Fall stelle aber nur einen von vielen dar. Illegaler entsorgter Müll sei eine Gefahr fürs ganze Biotop und am Ende für den Menschen. »Pflanzen werden durch den Abfall zerquetscht, Tiere verenden nach der Aufnahme von Müll, oder Seuchen können sich ausbreiten«, sagt Steinrück. Sondermüll kontaminiere ganze Landstriche und zerstöre den Lebensraum vieler heimischer Tierarten. »Selbst Biomüll kann schädlich sein, zu einer Überdüngung der Böden führen oder zur Ansiedlung von Pflanzen, die das Gefüge im Biotop stören können.«

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