Mit »Lollis« gegen Corona

  • vonHolger Hachenburger
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Reichelsheim (hh). Testen, testen, testen - so lautet derzeit das Motto im Kampf gegen Corona-Infektionen auch bei den Kita-Kindern von St. Elisabeth. Ab kommender Woche unterbreitet die katholische Kirchengemeinde den Kleinsten der Einrichtung ein zweimaliges wöchentliches Testangebot auf freiwilliger Basis. Die ersten Bestellungen wurden bereits ausgeliefert, sodass die Eltern mit dem Testverfahren zu Hause beginnen können.

»Eine Nachfrage bei den Vorschulkindern hatte ergeben, dass neun von elf Eltern ein solches Testangebot befürworten«, berichten Sabine Appel, Beatrix Bauer und Isabell Schmidt, die sich als Elterninitiative zusammenfanden. Und Bauer ergänzt: »Wir sind der Meinung, dass die Gefahr in den Kindergärten am höchsten ist, da Kinder dort ohne Abstand und Mundschutz mit vielen anderen spielen.« Gemeinsam mit der Kirchengemeinde als Kita-Träger loteten sie die Rahmenbedingungen für ein generelles Angebot aus. Besonders die grassierenden Virusmutationen gefährden Kita-Kinder derzeit stärker als zu Beginn der Pandemie. Durch die Tests sollen Kinder identifiziert werden, die keine Symptome zeigen, aber andere anstecken können.

Dabei handelt es sich um sogenannte Lolli-Tests. Der »Lolli« ähnelt einem Wattestäbchen, auf dem die Kinder 30 Sekunden lang lutschen. Der Vorteil: Für die Kinder entfällt dabei die oft unangenehme Abstrich-Prozedur in Nase oder Rachen. Eltern sollen das Testkit freitags erhalten und werden gebeten, diese montags und mittwochs anzuwenden. Pfarrer Kai R. Wornath wendet sich an die Eltern: »Wie gehen davon aus, dass Sie uns bei einem positiven Test informieren, Ihr Kind zu Hause betreuen und das Testergebnis mit einem PCR-Test überprüfen lassen.«

Spendenaktion gestartet

Das kostenlose Angebot gilt vorerst bis zum Beginn der Sommerferien Anfang August, danach wird in Abhängigkeit von der aktuellen Situation neu entschieden. Schließlich sind die Tests auch nicht ganz billig. Während das Land Hessen die Kosten derzeit zur Hälfte trägt, befinden sich die Ausführungsbestimmungen noch in Bearbeitung. Daher warb die Elterninitiative erfolgreich um Spenden. Neben Privatpersonen sicherten drei Firmen das Projekt finanziell ab: nscon Network Services & Consulting GmbH in Altenstadt, die AXA Hauptvertretung Sascha Stöhr in Linden und die Schreinerei Frank Würz aus Dorn-Assenheim.

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