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Mehrere Rebhuhnpaare gezählt

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Reichelsheim (pm). Mitte April führte der Pächter des Reviers Reichelsheim, Sven Steinrück, ein sogenanntes Wildtiermonitoring mit einigen Freiwilligen durch. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Projekt des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und seiner Landesjagdverbände. Es stellt seit dem Jahr 2001 einen dauerhaften Baustein der ökologischen Umweltbeobachtung dar.

Neben Steinrück, gleichzeitig auch Revierhegemeister, waren noch etwa 15 Schüler der in Reichelsheim ansässigen Jagd- und Naturschule Hessen am Projekt beteiligt, die eine Unterweisung in Methodik und den Ablauf der Zählung erhielten. Danach begaben sich alle auf die Reviereinrichtungen und zählten das Wild.

Besonders erfreulich: Auch mehrere Rebhuhnpaare seien beobachtet und gezählt worden, teilt Steinrück mit. Die Tiere hätten aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft lange einen negativen Trend in der Bestandsentwicklung gezeigt. »Bis wir diesen kleinen Bestand etablieren konnten, hat es lange gedauert und bedurfte eines intensiven Prädatorenmanagements und Überzeugungsarbeit bei den hiesigen Landwirten, um entsprechende Flächen zu schaffen. Aber gemeinsam haben wir es geschafft«, bilanziert der Revierpächter. Konkret seien Blühstreifen angepflanzt, Hecken gepflegt und der Lebensraum wieder optimiert worden.

Neben dem Rebhuhn seien über 80 Stück Rehwild, knapp 30 Hasen, Füchse, Raubvögel, mehr als 100 Gänse verschiedener Arten, Störche, Kiebitze, Fasane und auch der Biber nachgewiesen worden. Das alles spreche dafür, dass es im Reichelsheimer Revier eine große Artenvielfalt gebe. Entsprechend optimistisch schaue er in die Zukunft. »Wer einen breiten, gesunden und artenreichen Tierbestand möchte, der muss viel Arbeit investieren und auch viele Meinungen unter einen Hut bringen. Aber bei uns in Reichelsheim sieht man, dass es funktioniert«, sagt Steinrück. Deswegen gebe es auch Überlegungen, Arten wie den Feldhamster hier wieder heimisch zu machen. Gerade solche Projekte zeigten, dass Jagd, Landwirtschaft, Erholung und weitere Aspekte zueinander finden könnten.

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