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Eckhard Fritsch (l.) und Martin Ruffertshöfer (r.) beim Rundgang mit ZAAG-Geschäftsführer Torsten Rieß.

Mehr als Transport von Zuckerrüben

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Reichelsheim (pm). SPD-Fraktionsvorsitzender Eckhard Fritsch und Martin Ruffertshöfer haben kürzlich die Zuckerrübenauflade- und Abfuhrgemeinschaft (ZAAG) in Heuchelheim besucht. Die Kommunalpolitiker tauschten sich mit einem der drei Geschäftsführer, Torsten Rieß, aus.

1988 von 163 Landwirten gegründet, umfasst die Gesellschaft aktuell rund 200 Mitglieder und firmiert als ZAAG Wetterau Nord GmbH & Co. KG. Am Sitz der Gesellschaft in Heuchelheim befinden sich Fuhrpark, Werkstatt und Verwaltung. »Neben zwei Büroangestellten haben wir drei festangestellte Fahrer, die das gesamte Jahr für uns fahren. Insgesamt besteht unser Netzwerk aus knapp 100 Fahrern«, sagte Rieß. »Unsere letzte Zuckerrübenkampagne zählte 87 Tage - zwölf Lkw waren rund um die Uhr unterwegs.«

Die ZAAG erlebte seit ihrem Bestehen nicht nur Entwicklungen im Bereich Technik, Logistik und Kommunikation. Aus der Grundidee, die Zuckerrüben per Selbstabfuhr in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu organisieren, ist ein breites Dienstleistungsangebot entstanden. »Aktuell sind wir für die Landwirtschaft in mehreren Bereichen tätig: Kalkanfuhr und Kalkausbringung, Getreidetransport, Kompost- und Klärschlammtransport - inklusive Ausbringung. Wir sind im Feldwegebau und in der Unterhaltung aktiv und transportieren als Spedition landwirtschaftliche Güter. Wir bieten auch Straßenreinigungen an und erstellen Planen für Anhänger, Kipper und Ladeflächen«, zählte Rieß auf.

Das Betriebsgelände gehörte einst Preußen-Elektra. Nachdem die Braunkohleförderung 1991 endete, kaufte die Stadt die Fläche und wies dort den Bauhof, eine Teich-Kläranlage, einen Waschplatz für landwirtschaftliche Fahrzeuge und das Areal für die ZAAG aus. Die Stadt vermietet das Gelände an die Gesellschaft.

»Das zeigt, wie wichtig es ist, dass Politik, Verwaltung und Landwirtschaft ins Gespräch kommen. Damals wurde eine einmalige Kooperation geschaffen, die es zu erhalten gilt«, lobte Fritsch. Rieß gab den Politikern noch einen Wunsch mit auf den Weg: das Ausloten weiterer Kooperationen mit der Stadt und die Intensivierung der guten Zusammenarbeit mit dem Bauhof.

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