Verabschiedung in Corona-Zeiten: Der Erste Stadtrat Reinhold Schaad überreichte dem scheidenden Bürgermeister Bertin Bischofsberger die Entlassungsurkunde. FOTO: SAX
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Verabschiedung in Corona-Zeiten: Der Erste Stadtrat Reinhold Schaad überreichte dem scheidenden Bürgermeister Bertin Bischofsberger die Entlassungsurkunde. FOTO: SAX

Bürgermeister Bischofsberger verabschiedet

Ein "Macher" übergibt das Zepter

  • vonOliver Potengowski
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Nach zwölf Jahren im Amt des Bürgermeisters von Reichelsheim verabschiedet sich Bertin Bischofsberger. In der Stadtverordnetensitzung gab es viel Anerkennung und Lob für seine Arbeit.

Wegen der Corona-Bedingungen fand die Verabschiedung von Bürgermeister Bertin Bischofsberger im Rahmen der Stadtverordnetensitzung in deutlich kleinerem Rahmen statt.

Der scheidende Verwaltungschef bedauerte im Anschluss, dass es nicht einmal möglich war, mit einem Glas Sekt auf seine Amtsnachfolgerin anzustoßen. In Ansprachen und Grußworten bekam Bischofsberger viel Anerkennung für seine zwölfjährige Amtszeit.

Partnerschaftlich, fair und sachlich

Der Erste Stadtrat Reinhold Schaad hatte die Aufgabe, Bischofsberger die Entlassungsurkunde zu überreichen. Viele Ratschläge, wie er sich dabei verhalten solle, habe er bekommen, erklärte Schaad, unter anderem von Bischofsberger selbst. Er versprach, dessen Rat, "fasse dich kurz" zu befolgen.

"Von den zwölf Jahren, die Du hier aktiv bist, habe ich nur die zweite Halbzeit erlebt", stellte Schaad fest. Doch auch so hatte er genug Anlass, die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit im Magistrat und die faire und sachliche Leitung des Gremiums durch den Bürgermeister zu loben. Gemeinsam habe man viel für die Stadt erreicht, erklärte er.

Gemeinsam viel erreicht

Unter anderem zählte er die Erschließung von Baugebieten, den Neubau von Rathaus und Kindergarten in Dorn-Assenheim sowie die Dorferneuerung in Blofeld und Heuchelheim auf. Bischofsberger werde "als tatkräftiger, zupackender Macher in die Stadtgeschichte eingehen."

Auch Bischofsberger kam in seiner Ansprache auf das gemeinsam Erreichte, insbesondere die Überwindung der Wirtschaftskrise gleich zu Beginn seiner Amtszeit zu sprechen.

Es scheint aber doch hier im Parlament den Einen oder Anderen zu geben, der die vergangenen zwölf Jahre mit geschlossenen Augen herum gelaufen ist", vermutete er. Damit bezog er sich auch auf den von der FWG bei der Verabschiedung des Haushalts wiederholten Vorwurf, er habe nur verwaltet, aber nicht gestaltet.

Gute Zusammenarbeit

Bischofsberger dankte den Stadtverordneten für die gute Zusammenarbeit. Bis auf ganz wenige Dinge habe man in den vergangenen zwölf Jahren alles gemeinsam gemacht.

Dass er bei manchen Themen keine Mehrheit für seine Ideen gefunden habe, sei in einer Demokratie normal. Zusammen habe man die Stadt in ganz vielen Dingen weiter gebracht.

Messlatte hoch gelegt

"Ich bin stolz und glücklich, dass ich die letzten zwölf Jahre Reichelsheim mitgestalten durfte", erklärte Bischofsberger. "Ich bin stolz darauf, dass Sie mich als Auswärtigen akzeptiert haben." Er bat die Stadtverordneten die neue Bürgermeisterin genau so gut zu unterstützen, wie ihn.

"Du warst immer ein Bürgermeister, mit dem man eine gerade Furche zackern konnte," lobte der Stadtverordnetenvorsteher Holger Strebert Bischofsbergers Amtsführung. "Wir verabschieden mit Dir einen Bürgermeister, der die Messlatte hoch gelegt hat."

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