Unwetter

Land unter in Reichelsheim: Feuerwehr im Dauereinsatz

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Bis 19 Uhr rund 20 Einsätze, bis 20 Uhr etwa 70 – in Reichelsheim war am Dienstagabend Land unter. Regen, Hagel Gewitter – der Himmel entlud sich gewaltig.

Etwa 70 Einsatzkräfte kämpften angesichts des heftigen Unwetters am Dienstag in Reichelsheim gegen die Wassermassen an. "Hier geht es immer noch drunter und drüber", teilte Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek am Mittwochmittag mit. Drei Einsätze hatte die Feuerwehr bis dahin an Tag eins nach dem Unwetter zu bewältigen. In allen drei Fällen handelte es sich um vollgelaufene Keller.

"Kein Vergleich zu gestern", fügte Pipperek allerdings hinzu. Am Dienstag war die Wehr erstmals gegen 18.20 Uhr gefordert, zehn Minuten später folgte die Übernahme der "Technischen Einsatzleitung Unwetter", die im Weckesheimer Feuerwehrhaus eingerichtet wurde. Dann jagte ein Einsatz den anderen. Vor allem Reichelsheim und Heuchelheim seien betroffen gewesen, sagte Pipperek. "In Reichelsheim war von zwei Zentimetern im Keller bis anderthalb Meter alles dabei."

Außerdem befüllten die Feuerwehrleute Sandsäcke, um Häuser vor dem Hochwasser zu schützen, das auf dem Feld nicht ablief. Besonders dramatisch war die Lage am Ortsrand von Heuchelheim, wo in einem Haus der Keller bis unter die Decke voll gelaufen war und der Pegel über das Treppenhaus weiter zu steigen drohte. Dort errichtete die Feuerwehr einen Wall. Im Heizungskeller der Laurentiuskirche in Reichelsheim stand das Wasser etwa einen Meter hoch.

In Reichelsheim war von zwei Zentimetern im Keller bis anderthalb Meter alles dabei

Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek

Mit insgesamt 13 Fahrzeugen war die Wehr wegen des Unwetters im Einsatz; der Marathon dauerte etwa bis 0.30 Uhr. Der erste Einsatz am Mittwoch folgte um 11.30 Uhr.

Neben den Wassermassen war die Reichelsheimer Feuerwehr wegen eines brennenden Stromkastens in Blofeld gefordert. Ein Blitz war dort eingeschlagen, die Wehr löschte den Brand, der Strom fiel vorübergehend aus.

Wie war die Lage andernorts in der Wetterau? Wie Kreisbrandinspektor Lars Henrich berichtete, war in der Büdinger Kernstadt ein Baum umgestürzt, der aber schnell beseitigt wurde.

In Wolferborn löste eine Feuerwehr-Sirene vermutlich aus, weil ein Blitz in sie eingeschlagen war.

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