SPD-Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst hat sich mit Gerd Breukel (89) getroffen, der im Seniorenbeirat und als Sicherheitsberater ehrenamtlich tätig ist. FOTO: PV
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SPD-Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst hat sich mit Gerd Breukel (89) getroffen, der im Seniorenbeirat und als Sicherheitsberater ehrenamtlich tätig ist. FOTO: PV

"Kostenlose Beratungen"

  • vonred Redaktion
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Reichelsheim(pm). Für die Bedürfnisse und Sorgen der Seniorinnen und Senioren möchte sich SPD-Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst einsetzen, wie sie mitteilt. Deshalb traf sie sich kürzlich mit Gerd Breukel (89), der im Seniorenbeirat des Wetteraukreises und als Sicherheitsberater ehrenamtlich tätig ist, zu einem Austausch. Sie wollte besprechen, wie gute Seniorenpolitik auf kommunaler Ebene funktionieren könnte.

Neben der Sozialstation mit ihrem Neubau brauche es noch weitere Ideen, um die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger angemessen zu beteiligen, sagte die Kandidatin. Deshalb wolle sie im Falle ihrer Wahl zur Bürgermeisterin regelmäßige Sprechstunden in den Stadtteilen einrichten. Darüber hinaus plane sie seniorenspezifische Informationsveranstaltungen und eine verlässliche Unterstützung der vorhandenen Angebote der Senioren- und Sicherheitsberater.

Verkehr und Kultur im Blick

Das hörte Gerd Breukel gerne und informierte über die Arbeit der Sicherheitsberater. Das Konzept wurde 2016 in Hessen eingeführt, um das Sicherheitsgefühl älterer Menschen zu Hause und in der Öffentlichkeit zu stärken. Im Wetteraukreis sind die Sicherheitsberater seit mehr als 25 Jahren aktiv. Initiiert wurde das Projekt von dem Polizeidirektor a. D. Gerhard Anhäuser. "Von Senioren für Senioren" lautet der Grundsatz des gemeinsamen Projektes des Wetterauer Seniorenbeirats und der Polizei.

Die Sicherheitsberater informieren Senioren, um sie vor Kriminalität zu schützen, ihr persönliches Sicherheitsgefühl zu stärken sowie Kontakte und Zuständigkeiten von Stellen der Verwaltung und Polizei kennenzulernen. Wichtig sei dabei, eine größtmögliche Verkehrssicherheit herzustellen und die eigene Mobilität aufrechtzuerhalten. Auch werden Tipps für ein sicheres Verhalten im Internet gegeben.

Breukel appellierte zum Mitmachen: "Wir freuen uns immer über neue Gesichter und Menschen, die gemeinsam mit uns andere unterstützen möchten".

Herget-Umsonst sagte, sie wolle im Falle ihrer Wahl regelmäßig kostenlosen Beratungen für Senioren im Rathaus anbieten. Broschüren und Faltblätter sollten zur Verfügung gestellt werden. Zudem wolle sie Vereine, wie beispielsweise den VdK, vor Ort bei Informationsveranstaltungen unterstützen.

Auf der Agenda der Kandidatin stehe noch mehr, wie sie sagt: "Künftig werden Senioren wieder eine persönliche Einladung zum Seniorenausflug der Stadt erhalten, und ich werde den Stadtkurier aufwerten, um Informationen besser vermitteln zu können."

Auch an die älteren Verkehrsteilnehmer wolle sie denken: Verkehrsberuhigungen in allen Stadtteilen, mehr Geschwindigkeitskontrollen sowie ein Fokus auf Barrierefreiheit bei Straßensanierungen und Neubauten schweben ihr vor. Aufwertung solle auch das Kulturprogramm für die ältere Zielgruppe erfahren. "Theater-Busfahrten könnten ausgebaut werden."

Um herauszufinden, was die Bedürfnisse und Wünsche der älteren Mitbürger seien, wolle Herget-Umsonst nach ihrer Wahl zunächst die Bürger befragen und daraus Projekte entwickeln.

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