Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst (SPD) und Echzells Bürgermeister Wilfried Mogk sind für einen Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit. FOTO: PM
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Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst (SPD) und Echzells Bürgermeister Wilfried Mogk sind für einen Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit. FOTO: PM

"Kooperation vertiefen"

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Reichelsheim(pm). "Die Stadt Reichelsheim praktiziert bereits seit vielen Jahren unter anderem mit den Nachbar-Kommunen Echzell, Florstadt und Wölfersheim eine erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit. Gemeinsam konnten wir wichtige Aufgaben schultern und Antworten auf den demografischen Wandel, die knapper werdenden finanziellen Ressourcen und die Globalisierung finden", sagte Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst (SPD), die sich kürzlich mit Bürgermeister Wilfried Mogk in Echzell traf. Vorangegangen waren Besuche der Kandidatin in den Rathäusern in Florstadt und Wölfersheim. "Wichtig ist bei der Zusammenarbeit, dass sie partnerschaftlich organisiert wird und die Eigenständigkeit und Identität der Stadt bewahrt wird."

Mehr Sportflächen auf der Wunschliste

Vor allem aber dürfe für die Bürgerinnen und Bürger kein Nachteil entstehen. Interkommunale Zusammenarbeit sei kein Selbstzweck, sondern müsse die Arbeit der Verwaltung erleichtern, professionalisieren oder verbessern, immer zum Wohle der Stadt und ihrer Einwohner. "Durch eine verstärkte freiwillige Zusammenarbeit können Kommunen in unserer Größenordnung strukturelle Probleme und Herausforderungen gemeinsam lösen und effizientere Strukturen schaffen", sind sich Mogk und Herget-Umsonst einig. Beide tauschten sich über bereits gut funktionierende Bereiche der Zusammenarbeit aus, wie beispielsweise das Modell "Jugendpflege 4.0" - die gemeinsame Jugendarbeit der vier Kommunen, Florstadt, Reichelsheim, Echzell und Wölfersheim. "Wir sind im Bereich der Jugendarbeit sehr gut aufgestellt und haben ein motiviertes Team. Bei meinen Hausbesuchen wünschten sich die Jugendlichen noch mehr Treffpunkte und Bolzplätze und Sportflächen", berichtete Herget-Umsonst. Die Kandidatin setze sich auch für die Einrichtung eines Jugendbeirats ein, um die Jugendlichen aktiv in politische Beteiligungsprozesse einzubinden und ihnen Raum für eigene Ideen und Projekte zu geben.

Ein weiteres Erfolgsmodell sei der Zweckverband Sozialstation, der eine kompetente Pflege und Betreuung der älteren Mitmenschen vor Ort gewährleiste. Weiter festhalten würde man gerne an der gemeinsamen Bewirtschaftung des Waldes. Kürzlich haben beide Kommunen jeweils eine Ausbildungsstelle für den Ausbildungsberuf Forstwirtin bzw. Forstwirt ausgeschrieben. "Für uns ist der Wald in erster Linie ein Ort mit großer Bedeutung für die biologische Vielfalt, für Klima, Wasser und Boden und ein Ort der Naherholung für unsere Bürger. In zweiter Linie müssen wir ihn wirtschaftlich betrachten - was uns durch die Kostenersparnis durch die Zusammenarbeit bisher gut gelingt", sagte Mogk.

Perspektivisch könnten sich die beiden Kommunalpolitiker eine Zusammenarbeit im Bereich der Ordnungsbehörden vorstellen, konkret bei der Überwachung des fließenden und ruhenden Verkehrs.

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