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Hightech im Einsatz: Der Umgang mit einer Drohne will gelernt und geübt sein.

Kitzrettung und Wildtiersuche

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Reichelsheim (pm). Es war auch Vorbereitung auf die Arbeit im kommenden Jahr: Der Natur- und Wildtierschutzverband Hessen hat kürzlich mit mehreren Mitgliedern eine Drohnenschulung veranstaltet. Hintergrund ist, dass der Verband Mittel beantragt hatte, um sich eine Drohne zuzulegen. Damit will man für die Wildtiersuche und nicht zuletzt schon für die Kitzrettung im nächsten Jahr präpariert sein, berichtet der Verband in einer Pressemitteilung.

»Unsere neue Yuneec Typhoon H520E ist speziell für die Jagd und die Rehkitzsuche optimiert. Der Mitarbeiter von Copterpro hat allen Anwesenden die Funktionsweise dieses Hightech-Gerätes erklärt, und jeder durfte sich im Anschluss auch selbst daran ausprobieren«, berichtete Sven Steinrück, Vorstandsmitglied und Förderer des Natur- und Wildtierschutzverbandes.

Und das Beste daran sei gewesen: »Jedes Mitglied unseres Verbands kann diese Drohne bekommen - insofern er die nötige Lizenz vorweisen kann. Einfach anfragen und Termin vereinbaren, wann die Drohne benötigt wird.«

Vorkenntnisse nachweisen

Hierbei handelt es sich keineswegs um ein »kleines Spielzeug«, sondern eben um ein Gerät, für die gewisse Vorkenntnisse notwendig sind und die alle Teilnehmer im Vorfeld nachzuweisen hatten. »Wir danken auch der Jagd- und Naturschule Hessen für die Unterstützung bei diesem Projekt«, so Steinrück. Immerhin gehe es hier um eine Investition im vierstelligen Bereich. Den größten Teil davon übernahm das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das das Gerät förderte.

»Diese Anschaffung ist eine Investition in Zukunft und nicht zuletzt in den aktiven Tierschutz. Neben der alljährlichen Kitzrettung, also dem Schutz der Rehkitze vor dem Ausmähen, geht es um Wildtiersuche, Nachsuche verwundeter Wildtiere, Ermittlung von Aufenthaltsräumen von Tieren und damit eben um einen aktiven Beitrag zum Tierwohl«, erklärte Steinrück abschließend.

Wie hoch der Bedarf an solchen technischen Gerätschaften ist, erkenne man schon an der Fördersumme, die das Ministerium allein für dieses Jahr bereitstellt: 1,5 Millionen Euro. Weitere Informationen unter www.naturwildtierschutz.de

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