Interesse an Wohnungsbaugesellschaft

  • VonOliver Potengowski
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Reichelsheim (sax). Einstimmig haben sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend für einen Antrag der SPD-Fraktion ausgesprochen. Darin erklärt Reichelsheim sein Interesse, der Wohnungsbau- und -fördergesellschaft im Wetteraukreis beizutreten. CDU und FWG betonten, dass sie vor allem deshalb zustimmen, weil es derzeit noch ein relativ unverbindlicher Prüfantrag sei.

In der Begründung des Antrags erläuterte die SPD, dass die Gesellschaft, die im Februar gegründet worden war, bezahlbaren Wohnraum unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte im Kreis fördern oder schaffen solle. U. a. solle der Kreis selbst Wohngebäude auf eigenem oder auf Grund der Mitgliedskommunen bauen. Dazu sollen Fördermittel beschafft und verteilt werden. Auch die Beratung zu Fördermitteln zählt zu den Aufgaben der Gesellschaft.

Magistrat soll verhandeln

Laut dem Antrag bedeutet der Beschluss bisher nur, dass Reichelsheim Interesse zeigt, der Kreisgesellschaft beizutreten. Der Magistrat solle über weitere Schritte mit dem Wetteraukreis verhandeln und die Stadtverordnetenversammlung über die Entwicklung dieser Verhandlungen informieren. Letztere werde schließlich, wenn bekannt ist, welche finanziellen Mittel und eventuell Grundstücke die Stadt in die Gesellschaft einzubringen habe, endgültig über den Beitritt entscheiden.

Holger Hachenburger erklärte für die CDU, dass seine Fraktion dem Antrag zustimmen werde. Es sei nur ein Prüfauftrag, »und Prüfaufträgen stimmen wir ohnehin zu«. Er mahnte indes an, bei der Information der Stadtverordnetenversammlung die Vorteile und die Auswirkungen eines Beitritts deutlich herauszuarbeiten.

Auch Cenk Gönül signalisierte für seine FWG-Fraktion Zustimmung, weil es zunächst nur ein Prüfauftrag sei. Warnend erinnerte er an die Geschichte Reichelsheims im Zusammenhang mit bezahlbaren Wohnungen. »Reichelsheim hatte Sozialwohnungen«, blickte er auf deren Verkauf zurück.. »Die konnten alle nicht gehalten werden, aufgrund der Kosten.«

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