CDU informiert sich über andere Seekonzepte

Reichelsheim (pm/dab). "Für die CDU ist es wichtig, sich ein Bild aller Möglichkeiten und Chancen zu machen, um die Bürger in der Diskussion über die Gestaltung des Bergwerksees mit Fakten und Anschauungsmaterial zu versorgen", stimmt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Holger Hachenburger auf "intensiven Bürgerdialog" ein.

Die CDU-Fraktion beschäftige sich eingehend mit diversen Optionen eines Entwicklungs- und Nutzungskonzepts für den See, schreibt Hachenburger in einer Pressemitteilung. Hierzu machten sich die Christdemokraten ein Bild vor Ort, besichtigten verschiedene Seen und diskutierten die zugrundeliegenden Konzepte.

Nachdem sich die Fachausschüsse der Stadtverordnetenversammlung nicht auf eine der vom Planungsbüro vorgelegten Varianten hatten einigen können, hatte das Parlament Anfang des Monats ein Gutachten zur Klärung weiterer Fragen in Auftrag gegeben.

Hachenburger erinnert in der Pressemitteilung daran, dass bereits 1987 ein Grundsatzbeschluss gefasst worden sei, nach dem der See in einen naturbelassenen und für die Naherholung verfügbaren Bereich getrennt werden sollte. Auf dieser Basis hatte ein Hungener Planungsbüro Anfang des Jahres eine Grundsatzanalyse vorgelegt, wonach der südwestliche Bereich ökologisch weiterentwickelt und das östliche Ufer der Freizeitgestaltung dienen soll. Der erste Ortstermin führte die CDU-Mitglieder an den Bergwerksee selbst. Dort glichen sie diese Konzeptideen mit der Realität ab.

Bereits entwickelte Seen sollten den CDU-Mandatsträgern neue Ideen für die Diskussion liefern. So suchten sie das Gespräch mit Kommunalpolitikern im Kreis Marburg-Biedenkopf, wo in den letzten 30 Jahren auf einer Fläche von 15 Hektar ein See-Areal aus einer Kiesgrube entwickelt wurde. Auf einem Drittel der Fläche finden sich Freizeitmöglichkeiten, die übrigen zwei Drittel sind als naturbelassene Uferbereiche ausgewiesen.

"Die Angebote dort beinhalten Bademöglichkeiten, Wasserski, Surfen und Tauchen. Der Seepark wird von einem privaten Investor betrieben und verfügt über Strandbar und Café", schreibt Hachenburger. Diskutiert wurden besonders die Belastungen durch Lärm und Rowdytum, der See dort musste deshalb auch eingezäunt werden. Die Folge: Der Rundwanderweg kann nicht mehr frei genutzt werden, gegen einen Beitrag können die Bürger einen Schlüssel für die Sicherungstore erhalten. Der See ist Mitte Mai bis Oktober für den laufenden Betrieb geöffnet, Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Die Parlamentarier der Union haben sich für die kommenden Wochen weitere Besichtigungen vorgenommen, um dann die Bevölkerung in den Diskussionsprozess einzubeziehen. Geplant sind nach Angaben von Hachenburger Veranstaltungen im August, über deren Konzept nach weiteren Lokalterminen noch zu beschließen sei. (Foto: pv)

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