"Warum sollen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht bei bestimmten Themen direkt beteiligen?"; fragt FW-Kandidat Cenk Gönül. FOTO: YVONNE JUNG
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"Warum sollen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht bei bestimmten Themen direkt beteiligen?"; fragt FW-Kandidat Cenk Gönül. FOTO: YVONNE JUNG

"Ideen der Bürger sind Visionen"

  • vonred Redaktion
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Reichelsheim(pm). Kurz vor der Wahl hat auch FW-Bürgermeisterkandidat Cenk Gönül seine Haustürbesuche beendet. Als besonders erfreulich wertet er die Offenheit und das Interesse an der lokalen Politik, die ihm entgegengebracht worden seien. Dies zeige, wie viele wichtige offene Themen es gebe. "Für mich sind die Wünsche und Ideen der Bürger keine Luftschlösser, sondern Visionen. Natürlich ist nicht jeder Gedanke immer direkt umsetzbar. Manche Finanzierung muss erst gesichert werden. Aber ein Bürgermeister ohne die Vorstellung, wie seine Stadt idealerweise aussehen sollte, wäre für mich fehl am Platze."

Vor diesem Hintergrund wolle er künftige Entscheidungen in der Stadtentwicklung und -verwaltung transparenter und bürgernäher gestalten. "Warum sollen sich die Bürgerinnen und Bürger nicht bei bestimmten Themen direkt beteiligen, wie an sogenannten Mitmach-Projekten?", fragt Gönül. "Das kann die Planung eines neuen Spielplatzes oder auch die Entwicklung eines Teils des Bergwerksees zum Naherholungsgebiet sein."

Verwaltung digital voranbringen

Auch die Stadtverwaltung und den Bauhof stellt sich Gönül transparenter vor. Hier gelte es, verlässliche und verbindliche Prozesse zu organisieren. Er könne sich eine App vorstellen, über die sich die Bürger informieren und austauschen könnten. "So nehmen wir sie viel besser und zeitnah bei wichtigen Themen mit und können sie direkt einbeziehen. Auch gemeinsame Bürgeraktionen können wir so schnell und unbürokratisch organisieren." Die Website der Stadt müsse benutzerfreundlicher und zeitgemäß gestaltet werden. Sie sei schließlich auch das Aushängeschild der Stadt für interessierte Firmen.

Er sei häufig gefragt worden, warum er Bürgermeister werden wolle. Der Grund liege für ihn auf der Hand. Zu oft habe er in den vergangenen Jahren als Bürger und Unternehmer in Reichelsheim vor Situationen gestanden, in denen es einfach nicht weitergegangen sei. "Wo alles beim Alten blieb, obwohl es sinnvolle Alternativen gab. Wo Prozesse ins Stocken kamen und ohne triftige Gründe vertagt wurden. Wo Themen intern zerredet, anstatt transparent nach außen kommuniziert und die Bürger in die Entscheidung einbezogen wurden." Die Antwort sei daher ganz einfach: "Politik muss verständlich und nachvollziehbar sein. Als waschechter Reichelsheimer möchte ich die Dinge bewegen, auch schwierige Themen anpacken, die Stadt nachhaltig entwickeln und mit Augenmaß in die Zukunft führen."

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