CDU hofft auf flächendeckende Glasfaserversorgung

  • vonRedaktion
    schließen

Reichelsheim (pm). Die CDU wünscht sich eine flächendeckende Glasfaserversorgung für Reichelsheim. So soll der Magistrat mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt werden, wie mit Unterstützung von entsprechenden Breitbandanbietern bzw. dem Regionalverband eine Glasfaseranschluss in allen Stadtgebieten sichergestellt werden kann. Die nächste Stadtverordnetenversammlung findet - laut Plan - am 4. Februar statt.

»Vor fünf Jahren haben wir für 50 Mbit/s gekämpft, heute würden die meisten Internetnutzer darüber nur noch schmunzeln«, blickt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Holger Hachenburger auf das Wahlprogramm seiner Partei von 2016 zurück. Seine Forderung angesichts der rasanten technischen Entwicklung: »Wir wollen den Blinker Richtung Gigabit-Spur auf der Datenautobahn setzen.« Reichelsheim verfüge über einen vergleichsweise geringen Internetstandard. Glasfaseranschlüsse mit Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s ins Haus stünden heute oder planmäßig lediglich im Baugebiet Weckesheim und in der Grundschule im Ried zur Verfügung. Grundsätzlich könnten die Haushalte aber nur auf die Vectoring-Technik (über das Kupferkabel) zurückgreifen. »Solche Techniken sind mittelfristig nicht mehr praktikabel«, sagt Hachenburger. Ihm sei bewusst, dass viele Haushalte mit dem gegenwärtigen Angebot zufrieden seien - das hätten Gespräche während des Bürgermeisterwahlkampfs gezeigt. Die CDU aber wolle die Stadt langfristig positionieren. Die Voraussetzung für digitale Prozesse in Gewerbe und Gesellschaft auch angesichts der 5 G-Entwickung oder Änderungen in der Arbeitswelt mit vermehrtem Home-office sei jedoch ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz auf modernstem Stand. Ein solches Glasfasernetz bis an jedes Haus und Unternehmen sei das Fundament für einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Standort heute und in der Zukunft.

Nachbarkommunen hätten mit Breitbandanbietern mittlerweile bilaterale Projekte gestartet und erfolgreich umgesetzt, sagt Hachenburger. Seine Gespräche mit einzelnen Glasfasser-Firmen hätten ergeben, dass ein solcher Ausbau für Reichelsheim praktikabel und umsetzbar sei - »zu meiner eigenen Überraschung«, wie er bekennt.

Auch habe der Regionalverband ein Kooperationsprojekt gestartet, um einen einheitlichen Ausbau voranzutreiben. Es sei daher essenziell, die für Reichelsheim zielführenden Optionen auszuloten. »So können wir Unternehmen für die Region begeistern und Abwanderungen junger Menschen verhindern.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare