Glasfaserausbau mit Plan

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Reichelsheim (pm). Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst hat den Stadtverordneten kürzlich ein Konzept für den Glasfaserausbau vorgelegt. »Wir möchten die digitale Zukunft unserer Stadt gestalten, die Attraktivität Reichelsheims als Lebensstandort für die Bürgerinnen und Bürger erhöhen und die Ansiedlung von Unternehmen verbessern«, sagte sie.

Der Magistrat war Anfang Februar mit einem solchen Konzept beauftragt worden. »Die entsprechende Arbeitsgruppe hatte allerdings bereits Mitte Januar die Arbeit aufgenommen«, teilt die Bürgermeisterin in einer Presseerklärung mit. Die Gruppe bestehe aus ihr, Stadtrat Martin Welti sowie Stadtverordnetem Holger Hachenburger und werde vom Breitbandkoordinator des Wetteraukreises, Matthias Flor, beraten.

»Gerade die Corona-Pandemie stellt uns vor die Herausforderung, Homeoffice, Homeschooling und auch unsere Freizeitgestaltung digital zu organisieren«, sagt Herget-Umsonst. »Wir erhoffen uns einen Glaserfaseranschluss mit garantierten Bandbreiten für Unternehmen«, ergänzt Welti. Zudem sei Glasfaser nötig, um die Werte von Immobilien zu erhalten bzw. zu steigern und um Abwanderungen zu verhindern.

Möglichst schnell und günstig

Auch wolle man den Energieverbrauch für Breitbandanbindungen senken, sagt Welti, der das Konzeptpapier federführend erstellt hatte. In großen Teilen der Stadt, besonders in den Neubaugebieten, sei die Versorgung gut, jedoch nicht stadtweit flächendeckend ausreichend. Auf dem Markt seien gerade verschiedene Anbieter, die für eine Erschließung mittels eines Kooperationsvertrags in Frage kämen. Erste Gespräche seien bereits geführt worden. Ein marktgetriebener Ausbau sei die schnellste und kostengünstigste Option für die Stadt, ist sich die Arbeitsgruppe einig.

Auch mit der »Gigabitregion Frankfurt/Rhein-Main« hat sich Herget-Umsonst ausgetauscht. »Wir möchten die Technologie der Zukunft, die Glasfaser, in die gesamte Region bringen und Kommunen und Kreise beim Ausbau unterstützen«, erläuterte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands. Mittelfristig könnten nur Glasfaseranschlüsse bis ins Haus den steigenden Bedarf decken und die Region zukunftssicher machen, ergänzte Abteilungsleiterin Susanna Caliendo. Ein gut ausgebautes Breitbandnetz werde zunehmend entscheidend sein für die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Der Wetteraukreis ist der »Gigabitregion« bereits beigetreten.

Herget-Umsonst sagte, sie wolle vor der Sommerpause die weitere Beratung in die Stadtverordnetenversammlung einbringen und eine Entscheidung über mögliche Kooperationen herbeiführen. »Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen Reichelsheim zukunftsfähig machen.«

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