Lena Herget-Umsonst im Dialog mit Rudolf Zentgraf (2. v. r.).
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Lena Herget-Umsonst im Dialog mit Rudolf Zentgraf (2. v. r.).

Im Gespräch mit der "Wäldchen"-BI

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Reichelsheim(pm). SPD-Bürgermeisterkandidatin Lena Herget-Umsonst hat sich kürzlich mit Rudolf Zentgraf, Sprecher der Bürgerinitiative "Rettet das Reichelsheimer Wäldchen" getroffen. "Mir ist es nicht nur wichtig, dass wir die parlamentarische Debatte wieder aufnehmen durch die von mir vorgeschlagene Sondersitzung des Fachausschusses, sondern auch ein Dialog mit den beteiligten Bürgern stattfindet", schreibt Herget-Umsonst in einer Pressemitteilung.

Die Politiker hätten sich in öffentlichen Sitzungen mit dem Kita-Neubau beschäftigt und die unterschiedlichen Standorte abgewogen. "Keiner der Beteiligten hat sich die Entscheidung leicht gemacht", sagte Herget-Umsonst. Für sie seien die zentralen Fragen nach wie vor, wo sich in der Kernstadt der optimale Standort für eine sechsgruppige Kita mit über 100 Kindern befinde und welcher Standort der sicherste und beste für die Kinder sei. Sie wolle eine Verzögerung des Projekts verhindern und verantwortungsbewusst mit den bereits eingesetzten Steuermitteln umgehen.

An dem jetzigen Entwurf des Neubaus, der aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen war, gefielen ihr das geschützte Gelände, die Öffnung zur angrenzenden Grundschule, die kurzen Wege durch die ringförmige Erschließung und die Nähe zu Sport- und Spielplatz. Im Laufe der aktuellen Debatte habe sie sich aber unterschiedliche Fragen gestellt, die sie mit allen Beteiligten besprechen wolle. Ihrer Meinung nach gehe es darum, zu prüfen, welche Alternativstandorte vorhanden seien und mit welcher zeitlichen Verzögerung durch eine Verlegung des Standorts gerechnet werden müsse. Geklärt werden müsse auch, ob der vorliegende Entwurf auch auf einen anderen Standort übertragen werden könne oder ob der Wettbewerb neu gestartet werden müsse. Zudem interessiere sie, wie viel Steuermittel bereits in das Projekt geflossen seien, welche Mehrkosten entstehen könnten und welche naturrechtlichen Voruntersuchungen durchgeführt wurden. Zudem sei der zeitliche Rahmen des weiteren Verfahrens bis zum anvisierten Start des Neubaus von besonderer Bedeutung.

"Genau diese Fragen könnten in einer öffentlichen Sondersitzung geklärt werden. Die Bevölkerung hat Redebedarf. Wir auch", sagte Herget-Umsonst. "Die Diskussion um das ›Wäldchen‹ und die dringend notwendigen Kindergartenplätze sollte nicht zum Wahlkampfgeplänkel verkommen."

BI-Sprecher Zentgraf erläuterte der Bürgermeisterkandidatin und den Vertretern der SPD-Fraktion die Zusammensetzung des Areals, benannte die unterschiedlichen Baumarten und betonte die Wertigkeit des Bodens. Zudem berichtete er von den bisherigen Aktivitäten der BI und den geführten Gesprächen, unter anderem mit dem NABU. Angeregt von der BI wurde beispielsweise, den Kita-Neubau in Einklang mit der Sanierung des Bürgerhauses zu bringen.

Es sei sehr gut, wenn sich Menschen ehrenamtlich einbringen, "so wie wir Kommunalpolitiker es in unserer Freizeit auch tun", so Herget-Umsonst. Man müsse an der Kommunikation zwischen Verwaltung, Politik und Bevölkerung arbeiten und neue Formen des Austauschs finden. FOTO: PV

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