Cenk Gönül (M.) mit Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak (l.) und Stadtbrandinspektor Ingo Wißmer. FOTO: PV
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Cenk Gönül (M.) mit Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak (l.) und Stadtbrandinspektor Ingo Wißmer. FOTO: PV

Gerätewart für alle

  • vonred Redaktion
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Reichelsheim(pm). FWG-Bürgermeisterkandidat Cenk Gönül fordert die Anstellung eines hauptamtlichen Gerätewarts, um die ehrenamtlichen Feuerwehren in Reichelsheim zu entlasten. Das teilte er in einer Presseerklärung mit.

Beim Besuch der Feuerwehr in Friedberg informierte sich Gönül über die Aufgabengebiete und die aktuellen personellen Ressourcen. Bürgermeister Dirk Antkowiak und Stadtbrandinspektor Ingo Wißmer gaben Gönül während des knapp dreistündigen Rundgangs einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der Feuerwache. Dabei zeigte sich, dass allein die regelmäßige Wartung, Einhaltung von Prüfungsintervallen und der Austausch von maroden Materialien schon heute die Kapazitäten der vorhandenen ehrenamtlichen Mitarbeiter übersteigt.

Beispiel von Friedberg folgen

In Friedberg sind fünf hauptamtliche Gerätewarte und ein Elektriker für die ordnungsgemäße Wartung der Maschinen und Geräte verantwortlich. "Eine unumgängliche Maßnahme, will man die ehrenamtlichen Feuerwehrleute für ihre eigentlichen Aufgaben entlasten und gleichzeitig bei ihren Einsätzen maximal schützen", betont Gönül. Hier bestehe bei der Reichelsheimer Feuerwehr dringender Handlungsbedarf, sagt der FWG-Kandidat. Dabei gehe es darum, die Feuerwehren zu unterstützen und eine zentrale Anlaufstelle zu bieten. "Nur so können sie ihre Aufgaben auch in Zukunft sicher wahrnehmen."

Ein hauptamtlicher Gerätewart für das gesamte Stadtgebiet Reichelsheims soll sich nach Gönüls Vorstellung um die komplette Wartung und Instandhaltung kümmern und die einzelnen Standorte bei der Bürokratie entlasten. Gönül sagt, er wolle hier dem Beispiel von Friedberg und Nidda folgen - mit einem hauptamtlichen Gerätewart in Festanstellung. "Dem allgemeinen Sanierungsstau der Feuerwehren muss dringend entgegengewirkt werden." Die Bereitschaft einzelner Bürger, ihren Mitmenschen in Notsituationen zu helfen, müsse man unbedingt fördern, so Gönül, "nicht nur mit warmen Worten und einem Händedruck, sondern mit konkreten Taten".

Grundsätzlich sei es für ihn auch eine Option, über einen gemeinsamen Feuerwehrstützpunkt im Stadtgebiet nachzudenken. Dazu fordert Gönül einen runden Tisch mit allen Betroffenen. Dabei gebe es viele Aspekte zu berücksichtigen. Er wolle auf keinen Fall, dass die Feuerwehren als Verein darunter leiden müssten. In diesem Zusammenhang sprach er die Probleme zahlreicher Vereine an, die aufgrund sinkender Mitgliedszahlen vielerorts kaum mehr in der Lage seien, wichtige Aufgaben mit Ehrenamtlichen zu besetzen. Daher sei es unabdingbar, einen Konsens zu finden und keinesfalls über die Köpfe der Beteiligten hinweg zu entscheiden.

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