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Rainer Gimbel, Vereinsvorsitzender von »yourplace«, und Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst sehen vor allem in der Vereinsarbeit große Chancen für Inklusion.

Für Inklusion und bunte Vielfalt

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Reichelsheim (pm). »Wir möchten die Stadt Reichelsheim auf ihrem Weg unterstützen, ein Verständnis für Inklusion und eine bunte Vielfalt in der Gesellschaft zu schaffen«, sagte Rainer Gimbel Vorsitzender von »yourplace«, der dem Verein seit seiner Gründung vor zehn Jahren angehört, kürzlich nach einem ersten Austausch mit Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst zum Thema Inklusion.

»Wir haben damals eine Plattform geschaffen für Menschen mit Handicap und ihre Familien und für Fachkräfte, um die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention in unserem Lebensalltag umzusetzen.«

Besonders wichtig sei ihm, dieses inklusive Netzwerk nun auch in der Stadt, in der er lebt, auszubauen. Unterstützung bekommt er dabei von der Bürgermeisterin. »Wir leisten gerne unseren Beitrag, um allen Menschen die Möglichkeit zu bieten, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und stärken das Verständnis, Unterschiede und Anderssein als normal zu verstehen«, erklärte Herget-Umsonst. »Wir möchten in einem Reichelsheim leben, in dem Menschen nicht aufgrund einer Einschränkung, ihres Alters, Geschlechts oder ihrer Herkunft benachteiligt werden«, sind sich Gimbel und Herget-Umsonst einig.

Alltagsbarrieren abbauen

Inklusion sei ein Thema, dass alle Ebenen und Bereiche der Gesellschaft betreffe. Damit Inklusion gelingen könne, müssten Barrieren, auf die Menschen mit Behinderungen tagtäglich stoßen, abgebaut werden. Es handele sich dabei nicht allein um Barrieren der physischen Umwelt, wie beispielsweise die Zugänglichkeit von Gebäuden, Straßen, Transportmitteln, sondern auch um Informations- und Kommunikationstechnologien. Hinzukämen die Barrieren in den Köpfen der Menschen, meinte Gimbel. Was die Umsetzung von Inklusion beträfe, gebe es unterschiedliche Handlungsfelder in einer Kommune, so zum Beispiel der Bereich Kultur, Freizeit und Sport, der in Reichelsheim mit seinen mehr als 70 Vereinen einen besonderen Stellenwert einnimmt. »Wir möchten den Reichelsheimer Vereinen die Möglichkeit bieten, inklusive Angebote zu starten und eine gleichberechtige Teilhabe zu ermöglichen«. Eine gute Gelegenheit für einen Einstieg in das Thema biete ein Angebot von yourplace, Sportkreis Wetterau, Sportjugend Hessen, Wefis und Aktion Mensch am 29. und 30. Mai (digital) sowie ein ergänzender Praxistermin in der zweiten Jahreshälfte in der Sampo-Halle der Lebensgemeinschaft in Bingenheim. Den Teilnehmern werde ein abwechslungsreiches Programm aus Theorie und Praxis angeboten, um Inklusion in der Vereinspraxis umzusetzen. Reichelsheimer Vereine können über die Stadt einen Zuschuss zu der Teilnahmegebühr in Höhe von 90 Euro erhalten.

»Wir haben bisher in Reichelsheim keinen Überblick über die Bedarfe und Wünsche unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Behinderungen an der Teilhabe des städtischen Kultur-, Sport- und Freizeitangebots. Nur wenn wir die genauen Bedarfe vor Ort kennen, können wir gemeinsam mit den Vereinen nach Möglichkeiten der Beteiligung suchen«, so Herget-Umsonst.

Bedarfe und Wünsche für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten können an soziales@stadt-reichelsheim.de gerichtet werden.

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