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Feuerwehr wandert auf Lutherweg

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Von: Ines Dauernheim

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Klaus-Dieter Groß (2. v. l.) hat die diesjährige Feuerwehrwanderung auf dem Teilstück des Lutherweges organisiert. © Ines Dauernheim

Reichelsheim (kai). Das Schöne liegt oft nah vor der Haustür und will entdeckt werden: Kloster Arnsburg, Burg Arnsburg, Teile vom Limes, der Traiser Steinberg und die Münzenburg. Dies ermöglichte die Heuchelheimer Feuerwehr den Teilnehmenden bei der diesjährigen Herbstwanderung. Am Tag der Deutschen Einheit ging’s auf einem Teilstück des Lutherweges 1521 von Lich nach Münzenberg.

Spannend wurde es für die Organisatoren um Klaus-Dieter Groß am Morgen: Kommen genug Mitwanderer? War es richtig, einen Kleinbus zum Transport zu bestellen? Ist genug Verpflegung für alle eingepackt? Schon um kurz nach halb zehn war klar: Die Bedenken waren grundlos. Weit über 30 Gäste folgten der Einladung des Feuerwehrvereins.

Bei bestem Wanderwetter startete die Gruppe im Stadtkern von Lich - immer der Lutherweg-Markierung nach. »Dieser Wanderweg ist angelegt worden, um an den Weg von Martin Luther zum Wormser Reichstag zu erinnern«, erklärte Groß. Harmonisch, in einem angenehmen Tempo, so dass jeder mitkommt, machte sich die Gruppe auf den Weg, die Gesprächsthemen gingen dabei nicht aus. »Die Herbstwanderung ist eine Chance, sich besser kennenzulernen. Sie war vor vielen Jahren für uns der Schlüssel, hier im Ort anzukommen«, sagen etliche Teilnehmende. Die Wanderung sei immer ein generationenübergreifendes Miteinander. Jedoch sei es schwierig, die jüngeren Heuchelheimer zu motivieren, mitzukommen, um die Heimat wandernd zu erkunden, gab ein Heuchelheimer zu bedenken.

An der Wetter entlang führte der Weg zum Kloster Arnsburg. »Im Jahre 1174 stifteten Kuno I. von Münzenberg und seine Frau Luitgard von Nürings das Zisterzienserkloster Arnsburg«, erklärte Groß der Wandergruppe. Für etliche kurze Stopps hatte er Informationen zusammengetragen, um zu erläutern, was am Wegesrand zu sehen ist. Nach einer Rast bei Muschenheim, wo Stefan und Corinna Petermann eine Verpflegungsstation mit Getränken und belegten Brötchen aufgebaut hatten, ging es weiter Richtung Wetterau. Überrascht staunten die Wandernden, als sie nach einer Wegbiegung die Münzenburg erblickten. Ganz in der Nähe konnten die Reste des römischen Kastells Arnsburg-Alteburg betrachtet werden. »Das hier ist der nördlichste Limes-Teil in unserer Region«, erklärte Groß.

»Von dieser Perspektive aus habe ich die Wetterau noch nicht gesehen, das ist eine sehr schöne Tour«, lobte eine Mitwandernde. Beim Weg durch Trais fielen die vielen schön restaurierten Hoftore auf. Weiter gen Münzenberg staunten die Wandernden über den Traiser Steinberg, wo die Wanderung durch den Basaltmagerrasen führte, eine für die Wetterau einzigartige Landschaft.

Nach elf gemeinsamen Kilometern ging es per Kleinbus zurück nach Heuchelheim, wo Oliver und Holger Günther bereits den Grill mit Würstchen bestückt hatten.

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