Dorfbrunnen soll schöner werden

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Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag die Sanierung des Dorfbrunnens in Dorn-Assenheim beschlossen. Dabei entschieden sie sich, einer Empfehlung des Ausschusses folgend, für ein günstigeres Angebot als das zunächst eingeholte. Bürgermeister Bertin Bischofsberger hofft, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr ausgeführt werden.

Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag die Sanierung des Dorfbrunnens in Dorn-Assenheim beschlossen. Dabei entschieden sie sich, einer Empfehlung des Ausschusses folgend, für ein günstigeres Angebot als das zunächst eingeholte. Bürgermeister Bertin Bischofsberger hofft, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr ausgeführt werden.

Von geparkten Autos eingekeilt, von Unkraut umwuchert, davor ein Baumstumpf. Aus einem Kupferkessel hängt dürres Gestrüpp. Als i-Tüpfelchen hat ein Bürger noch einen ausgedienten Kühlschrank abgestellt: Der Brunnen aus dem 18. Jahrhundert lässt seine Funktion als Dorfmittelpunkt nur noch entfernt ahnen. Deshalb stellte die CDU-Fraktion vergangenes Jahr den Antrag, die Sanierung des Brunnens sowie eine mögliche Bezuschussung zu prüfen.

Zweites Angebot günstiger

Ein auf Restaurierungen spezialisierter Steinmetz hatte ein Angebot für die Sanierung abgegeben. Hierfür wollte er den Brunnen abbauen und in seiner Werkstatt reinigen und bearbeiten. Eisenteile, die durch Rost schwere Schäden verursachen könnten, sollten entfernt, und, soweit sie wieder verwendet werden, aufgearbeitet werden. Das Geländer auf dem Brunnenrand sollte nach dem Vorschlag des Denkmalschutzes nicht wieder angebaut werden, da es erst später hinzugefügt worden war. Außerdem wollte der Steinmetz ein Segment der Brunneneinfassung erneuern, da es starke Schäden aufweise. Die Substanz des Brunnens beurteilte er als "gut bis befriedigend".

Weil die in dem Angebot veranschlagten Kosten, insbesondere zusammen mit den weiteren vorgesehenen Arbeiten wie der Einbau eines Bodenbelags im Innenbereich des Brunnens und die Pflasterung des Außenbereichs, der Verwaltung zu hoch schienen, holte sie ein Angebot eines zweiten Steinmetzes ein. Dieser ist bereit, auf den Abbau des Brunnens zu verzichten, und kann deshalb einen deutlich günstigeren Preis für seine Arbeit anbieten. Daher schlug der Ausschuss vor, diesen Handwerker zu beauftragen.

Diesem Vorschlag folgte in der Sitzung am Donnerstag auch eine große Mehrheit der Stadtverordneten. Nur drei Mitglieder der FWG-Fraktion sprachen sich dagegen aus, ein Stadtverordneter der FWG enthielt sich.

Förderung wahrscheinlich

Bürgermeister Bischofsberger hatte in der Vorlage darauf hingewiesen, "dass die Sanierung des Brunnens auf das nötigste Maß beschränkt werden sollte". In Absprache mit der unteren Denkmalbehörde sollten Nutzungsspuren wie eine Ausbuchtung im Brunnenkranz, aber auch Einschusslöcher in den Stützen des Tragbalkens für das Windenrad wegen der historischen Bedeutung erhalten bleiben. Die Jahreszahlen 1733 und 1795 am Brunnen weisen auf die Entstehungszeit hin.

Bischofsberger erklärte, dass die Denkmalschutzbehörde eine Förderung der Sanierung für möglich und auch wahrscheinlich halte. Eine solche Förderung solle aber schnellstmöglich beantragt werden.

Um dem Brunnen wieder einen würdigen Rahmen zu geben, sollen auch die Außenanlagen neu gestaltet werden, erläuterte Bischofsberger auf Nachfrage. Dabei solle auch der Baumstumpf entfernt und ein neuer Baum gepflanzt werden. Absperrungen sollen verhindern, dass der Brunnen auch künftig zugeparkt wird. Jedoch gibt Bischofsberger zu bedenken, dass die Stadt nur beschränkten Einfluss auf das Umfeld hat. Östlich des Brunnens Richtung Dorfmitte grenze ein Privatgrundstück an die Anlage.

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