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Begutachten gemeinsam den Reichelsheimer Stadtwald (v. l.): Udo Seum, Revierförsterin Sarah Liebelt und SPD-Fraktionsvorsitzender Eckhard Fritsch.

Die Zukunft des Stadtwaldes

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Reichelsheim (pm). »Der Stadtwald und sein Fortbestand sind uns wichtig. Es ist uns ein besonderes Anliegen, uns ein Bild von der Lage des Baumbestandes zu machen und mehr über die zukünftigen Herausforderungen zu erfahren«, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Eckhard Fritsch. Er traf sich deshalb kürzlich mit Udo Seum, Klaus Verwiebe und Alfried Moll zum Austausch mit Revierförsterin Sarah Liebelt.

Liebelt, die die Revierleitung Echzell für das Forstamt Nidda und Hessen Forst innehat, bewirtschaftet den 310 Hektar großen Stadtwald im Auftrag der Stadt. Die Zukunft sei eine Förderung von Mischwäldern, was für einen stabilen Waldaufbau sorge, der durch gute Pflege gesteuert werde. Man setze dabei auch auf fremdländische Baumarten, die an die Trockenheit angepasster sind als viele heimische Arten.

»Wir können aufgrund der unvorhersehbaren Witterungsextreme mit Stürmen und Trockenheit nur sehr schwer planen. Zudem führt Schädlingsbefall zu einer Entwertung des Holzes und somit zu einem Preisabfall«, erläuterte Liebelt. »Deshalb ist der Waldwirtschaftsplan nur eine Momentaufnahme - mit sehr vielen unbekannten Faktoren.« Das liege auch am schwer kalkulierbaren Holzmarkt.

»Wir wenden viel Zeit und viele Mittel für Verkehrssicherungsmaßnahmen auf und investieren viel in den Waldschutz und in die Vorbeugung von Waldschäden«, erläuterte Liebelt ihre Aufgabe. Sie und die Waldarbeiter der beiden Kommunen Reichelsheim und Echzell, wo eine Zusammenarbeit besteht, würden zudem eine intensive Pflege von Verjüngungsflächen betreiben.

Weitere Investitionen würden in Anpflanzungen, die Instandhaltung von Waldwegen und in die Weiterentwicklung der Bestände fließen. Dabei sei man stets bemüht, Fördermöglichkeiten auszuloten. »Ziel ist, die Waldbewirtschaftung mit dem Naturschutz in Einklang zu bringen«, erklärte Liebelt.

Dies freute vor allem Seum, der im Auftrag des NABU Nistkästen im Stadtwald aufgehängt hatte. »Die werden hauptsächlich vom Waldkauz in Beschlag genommen, dessen Hauptnahrung Mäuse sind.« Die Nager seien wiede-rum ungebetene Gäste in Neuanpflanzungen, so die Revierförsterin. Auf diese Weise werde also eine biologische Schädlingsbekämpfung betrieben. Seum machte darauf aufmerksam, dass Hessen Forst mit einem Programm dies auch fördere. Dies sollte im Waldwirtschaftsplan der Stadt berücksichtigt werden.

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