Zwei Bürgermeisterkandidaten, ein Ziel: Holger Hachenburger (CDU, l.): und Lena Herget-Umsonst (SPD, M.) fordern, Reichelsheimer Kinder sollten die Singbergschule besser als bisher mit dem Bus erreichen können. Ihr Anliegen besprechen sie mit Elternbeirat Ulrike Anselm, Schulleiter Olaf Bogusch und Thomas Gerlach vom Förderverein der Schule. FOTO: PM
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Zwei Bürgermeisterkandidaten, ein Ziel: Holger Hachenburger (CDU, l.): und Lena Herget-Umsonst (SPD, M.) fordern, Reichelsheimer Kinder sollten die Singbergschule besser als bisher mit dem Bus erreichen können. Ihr Anliegen besprechen sie mit Elternbeirat Ulrike Anselm, Schulleiter Olaf Bogusch und Thomas Gerlach vom Förderverein der Schule. FOTO: PM

Bessere Verbindung zum Singberg

  • Dagmar Bertram
    vonDagmar Bertram
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Reichelsheim(pm/dab). In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern die Bürgermeisterkandidaten Lena Herget-Umsonst (SPD) und Holger Hachenburger (CDU) eine bessere Busverbindung von Reichelsheim nach Wölfersheim, konkret: zur Singbergschule. Zwei mögliche Lösungen gibt es nach ihrer Auffassung. Für die nächste Stadtverordnetenversammlung haben die Fraktionen der beiden Kandidaten einen entsprechenden Antrag gestellt.

Alternative zur VGO

Schulleiter Olaf Bogusch begrüßte die Bürgermeisterkandidaten Herget-Umsonst und Hachenburger in seinem Büro und führte sie über den Campus. Auf Initiative von Herget-Umsonst war es zu dem Termin gekommen, an dem auch Thomas Gerlach für den Förderverein der Schule sowie Ulrike Anselm für den Elternbeirat teilnahmen.

"Die Singbergschule hat einen ausgezeichneten Ruf und genießt aufgrund ihrer Schulform und ihres Sport- und Musikangebots einen starken Zuspruch. Was die Eltern sich allerdings dringlich wünschen, ist eine bessere Anbindung zu dem Schulstandort", sagte Herget-Umsonst. "Diesen Wunsch kann ich klar und deutlich meiner Bürgerbefragung aus dem Frühjahr entnehmen."

Auch Hachenburger sagt, er kenne dieses Anliegen der Eltern nur zu gut, und verweist auf Umfragen, Initiativen über die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) sowie Anfragen und Anträge seiner Partei in den vergangenen drei Jahren.

"Wir sehen hier zwei Möglichkeiten: Die eine ist, dass die VGO die Anbindung verbessert, und die andere, dass wir einen direkten Bustransfer über einen privaten Busunternehmer organisieren", sind sich Herget-Umsonst und Hachenburger einig. Dabei gelte es zunächst, die Kosten zu ermitteln. "Auf jeden Fall sollte die Stadt Reichelsheim bei der Organisation und Koordination des Transfers unterstützen", betonte Hachenburger.

Herget-Umsonst hatte sich zuvor auf Anregung von Gerlach mit dem "Rockenberger Modell" beschäftigt. Eltern aus Rockenberg hatten vor acht Jahren in Abstimmung mit VGO und Schulleitung ein privates Busunternehmen mit dem Transfer ihrer Kinder beauftragt. Pro Kind und pro Monat entstünden Kosten in Höhe von 50 Euro, die zu zwei Drittel erstattet würden. "Wir wollen keineswegs die VGO übergehen, würden ein konstruktives Gespräch und konkrete Kostenberechnungen für eine bessere Anbindung unserer Stadtteile begrüßen, suchen aber parallel auch nach erfolgreichen Alternativ-Modellen", erklärte Herget-Umsonst. "Wir wollen es nicht bei diesem Austausch belassen, sondern das Heft des Handelns in die Hand nehmen", kündigen Herget-Umsonst und Hachenburger unisono an.

Die beiden Kandidaten haben nun einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD für die Stadtverordnetenversammlung am 24. September vorbereitet. Demnach soll der Magistrat beauftragt werden, mit der VGO sowie mit einem privaten Busunternehmen die Kosten für einen Bustransfer der Reichelsheimer Schüler direkt zur Singbergschule und zurück zu ermitteln. Dabei soll der Gesamtbedarf mit Fokus auf die derzeit eher schlecht angebundenen Stadtteile - Blofeld, Dorn-Assenheim und Heuchelheim - gerichtet werden. Die Prüfung solle in enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem Förderverein der Wölfersheimer Schulen und den Elternvertretern erfolgen. Das Ergebnis sei der Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen.

Da Reichelsheim zum Schulplanungsbezirk Wölfersheim gehört, gab es bereits 2013 eine einstimmig gefasste Resolution zur Einrichtung der Oberstufe, einen Antrag zur Verbesserung der Anbindung aus 2018 sowie jüngst Hachenburgers Parlamentsanfrage im April. Nun sei eine neue, überparteiliche Strategie möglich.

Herget-Umsonst und Hachenburger stimmen überein: "Wir möchten nicht, dass eine unzureichende Busanbindung die Schulwahl beeinflusst. Schüler und Eltern sollen die Möglichkeit erhalten, sich für ihre Wunsch-Schulform entscheiden zu können."

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