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Flankiert von Benjamin Winkler und Alexander Finkeldey positionieren sich die Vorschulkinder vor dem TSF der Dorn-Assenheimer Feuerwehr.

Bekanntes Gesicht unter Maske

  • VonHolger Hachenburger
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Dorn-Assenheim (hh). »So ein Schlauch mit Strahlrohr muss immer von zwei Einsatzkräften festgehalten werden«, erläutert Benjamin Winkler und fügt hinzu: »Durch den Druck des Wassers schafft das einer nicht alleine.« Gemeinsam mit Alexander Finkeldey hatte er die Brandschutzerziehung für die Vorschulkinder der Dorn-Assneheimer Kitas St. Elisabeth und Wichtelwiese vorbereitet.

Diese konnten sich von der Kraft des Löschwassers direkt überzeugen und tasteten mit dem Fuß den einsatzbereiten Schlauch ab.

Für Winkler und Finkeldey war der Vormittag am Feuerwehrgerätehaus ebenso eine Premiere wie für die Kitas. Erstmals kamen die städtische und die kirchliche Einrichtung zu einer gemeinsamen Aktivität zusammen. Finkeldey schlüpfte dabei in die Montur eines Feuerwehrmannes mit Atemschutzausrüstung. »Es ist wichtig, dass die Kinder keine Angst haben, wenn wir mit einem solchen Gerät ins Haus kommen.« Die zunächst teils perplexen Kinder lernten schnell, dass unter der Maske ein bekanntes Gesicht steckt und der Feuerwehrwehrmann zu Hilfe eilt. Denn: »Wenn ihr euch im Brandfall aus falsch verstandener Angst versteckt, kann das tödlich enden«.

Danach wurde das Einsatzfahrzeug sprichwörtlich ausgepackt. Neben Pumpe, Stromaggregat oder unterschiedlichen Strahlrohren fanden sich dort auch Schere und Spreizer für den Rettungseinsatz. Schließlich werden durch die Feuerwehr nicht nur Brände gelöscht, sondern auch Mensch und Tier aus vielfältigen Notsituationen gerettet.

Kleine Experimente ließen vieles nachvollziehen und verstehen. Winkler vermittelte dabei die Thematik spielerisch und war sich mit dem einen oder anderen Praxistipp der Aufmerksamkeit sicher: »Eine Kerze brennt unter einem großen Gefäß länger«, lernten die Kleinen. Ursache ist die größere Menge an verfügbarem Sauerstoff. Und: »Wenn’s brennt, 112 wählen«, das wussten alle bereits durch die Vorschule. Beim Absetzen eines Notrufs erfuhren die Jungen und Mädchen mehr über die Wichtigkeit der genauen Adressenangabe, um die Leistelle mit korrekten Infos zu versorgen.

Auch der Faktor Spaß kam nicht zu kurz. Da wurden die Kübelspritze bedient und der C-Rohr-Schlauch ausgerollt. Besonders engagierten sich die Feuerwehrdamen in spe, brillierten an der Pumpe und zeigten sich den Herren auch in puncto Zielsicherheit überlegen. »Die Mädels arbeiten, und ihr kriegt nichts gebacken«, seufzte eine Erzieherin mit Blick auf ihre Jungs. Als das »Wasser marsch!« beendet war, starteten die Kinder mit dem Einsatzfahrzeug und lautem Tatütata zur Dorfrundfahrt.

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