Bürgmeister Bertin Bischofsberger (Mitte)  dankt den vielen Helfern, die den Markt organisiert haben.
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Bürgmeister Bertin Bischofsberger (Mitte) dankt den vielen Helfern, die den Markt organisiert haben.

Beim Christkindlmarkt genießen

Reichelsheim (kai). »Der Christkindlmarkt ist das einzige Besondere, was es in Reichelsheim gibt«, sagte die 14-jährige Stephanie Werner. Deshalb verbrachte sie am ersten Adventswochenende viel Zeit zwischen den Ständen rund um das historische Rathaus, Kirche und den Römerberg.

»Der Markt hat eine Kontinuität, das macht den Reiz aus, man trifft sich, freut sich und genießt«, ergänzte ihr Vater Frank. »All das gelingt nicht ohne die vielen Helfer, das ist keine Selbstverständlichkeit.«

Genau diese Helfer hatte das Team vom Freundeskreis Christkindlmarkt bei der Eröffnung des 36. Markts herausgestellt. Andrea Guth, Regine Weber, Henriette Fleck und Alexander Hitz verteilten Plakate, auf denen Handumrisse den Einsatz der Freiwilligen aus Vereinen, Kindergärten, Senioreninitiativen und Gruppen symbolisierten. Bürgermeister Bertin Bischofsberger lobte die Helfer, ohne die der Christkindlmarkt nicht gestaltet werden könne. »Wir versuchen den Markt jedes Jahr etwas attraktiver zu machen«, sagte er.

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An fast 40 Ständen gab es allerlei Hübsches und Selbstgemachtes, Dinge zum Naschen oder zum Wärmen und nützliche Helfer für Haushalt sowie ein breites kulinarisches Angebot. Überall standen Menschen zusammen, redeten, genossen heißen Orangensaft, Glühwein, Blaulichtpunsch oder Tee.

Begeistert von der vorweihnachtlichen Atmosphäre zeigten sich Regina Gulde und Melanie Zinsheimer aus Berstadt, die erstmals mit einem Stand beim Christkindlmarkt dabei waren. »Der Zuspruch ist gut, wir sind zufrieden.« Ähnliches berichtete das Pärchen aus Ranstadt vom Stand gegenüber, das genähte Sterne, witzige Küchenboards aus halber Tasse und gebogenem Besteck als Aufhänger anboten.

Längst ist der Christkindlmarkt international geworden: Produkte aus der Provence wie Seifen, Terrinen oder Öle, Leckereien aus der türkischen Küche, die ein Team von türkischstämmigen Reichelsheimerinnen kredenzte. Dazu typisches aus der Wetterau: Honig, Obstbrand, Kirschspezialitäten, Pralinen, heiße Maronen, Schokoküsse, selbst gebackene Plätzchen.

Ein weiteres Bonbon: Die Ausstellung im Trauzimmer, diesmal gab’s Gemälde und Skulpturen der Malwerkstatt von Hannelore Schäfer sowie Stände an denen es Informationen gab – über den Tauschring Büdinger-Land oder den Verein »Trauernde Eltern und Kinder, Rhein-Main«.

Der Musikzug der Feuerwehr Blofeld spielte zum Start des Marktes Weihnachtslieder. Sandra Heinzmann und Hans Schmidt unterhielten mit Mundart-Sketchen, die Line-Dancer aus Echzell gaben Einblicke in ihren Sport. Einzig die sogenannte Wichtelwerkstatt für die jüngsten Marktbesucher lag etwas abseits im Jugendraum am Zimmerplatz. »Nächstes Jahr suchen wir uns einen zentraleren Platz, damit noch mehr Kinder basteln können«, sagte Jugendpflegerin Sandra Droll.

Den Schlusspunkt setzte der Musikverein Reichelsheim mit seinem Turmblasen. »Bei allem ist und bleibt das Besondere an unserem Christkindlmarkt, dass wir die Standgelder an gemeinnützige Zwecke spenden«, erklärt Andrea Guth. (Foto: kai)

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