Setzt auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Land Hessen bei der Umsetzung seiner Konzepte: Holger Hachenburger (CDU) im Gespräch mit Lucia Puttrich. FOTO: PM
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Setzt auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Land Hessen bei der Umsetzung seiner Konzepte: Holger Hachenburger (CDU) im Gespräch mit Lucia Puttrich. FOTO: PM

"Bedürfnisorientiert denken"

  • vonred Redaktion
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Reichelsheim(pm). "Eine gutes Netzwerk ist eine gute Voraussetzung, denn nur gemeinsam ist man stark", sind sich CDU-Kreisvorsitzende Lucia Puttrich und Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger einig. Während eines Lokal- termins tauschten sich beide über aktuelle Themen aus und vereinbarten eine enge Zusammenarbeit: "Wenn man für Reichelsheim viel erreichen will, ist es gut, wenn man auf den unterschiedlichsten Ebenen, sei es Kreis, Land oder Bund bis zur Europäischen Ebene, vernetzt ist", sagt Puttrich und Hachenburger ergänzt: "Wichtig ist es, den Draht zu halten, zu sehen, was wann und wo läuft." Denn ohne Fördermittel werde die Stadt kaum noch ein Projekt stemmen können.

Hachenburger erinnerte an das von Bürgermeister Bertin Bischofsberger entwickelte und von der CDU unterstützte Konzept der Neuen Mitte. Statt der 40 hochwertigen Wohnungen, einer vollumfänglichen Ärztepraxis und weiterer Läden sitze die Kommune jetzt auf einer siebenstelligen Summe zulasten des Steuerzahlers. "Das Geld fehlt jetzt bei vielen Projekten, die ich umsetzen möchte, und wird andere Projekte verzögern", prognostiziert der CDU-Kandidat.

Er habe sich deshalb im Wahlkampf mit weitreichenden Versprechungen zurückgehalten, studiere stattdessen Förderprogramme. Das zeige sich auch in der Diskussion um den Standort der neuen Kita Reichelsheim. Ein Multifunktionsmodell von Bürgerhaus und Kita als Alternativmodell zur Nutzung weitreichender Synergieeffekte müsse vom Ende her geplant werden, sprich vor dem Hintergrund möglicher Zuschüsse. Hachenburger: "Stricken wir ein solches Konzept nach möglichen Förderprogrammen."

Vertrauen in Lösungskompetenz

Politik müsse von den Bedürfnissen der Menschen her gedacht werden, spricht Puttrich aus langjähriger Bürgermeistererfahrung. Junge Menschen wollen günstige Bauplätze, Einkaufsmöglichkeiten, einen Kita-Platz oder eine gesunde Sportinfrastruktur.

Dabei gehe es nicht nur um aktuelle Themen, wichtig sei, dass die Bürger auch das Vertrauen in die Lösungskompetenz künftiger Herausforderungen haben. Dass er nicht aus der Verwaltung komme, sieht Hachenburger als Vorteil. "So kann ich mit offenem Blick in die Themen einsteigen und immer fragen, warum ist das so und nicht mit der Attitüde, das wurde schon immer so gemacht."

Wer die Zukunft gestalten wolle, müsse Antworten auf eine sich ändernde Gesellschaft finden. Bekannte Themen erforderten neue Antworten. Das zeige sich in der Definition einer familienfreundlichen Stadt genauso wie einer nachhaltigen Bauentwicklung, dem Klimaschutz oder Verkehrskonzepten.

Es gehe darum, die Zukunft zu entwickeln, denn die Gesellschaft verändere sich. Durch das Coronavirus haben die Menschen neue Erfahrungen gemacht, die Digitalisierung werde eine noch stärkere Bedeutung besitzen.

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