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"Alternativstandort für neue Kita suchen"

  • Dagmar Bertram
    vonDagmar Bertram
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Reichelsheim(dab/pm). Neben CDU-Bürgermeisterkandidat Holger Hachenburger unterstützt auch sein FW-Mitbewerber Cenk Gönül eine Sondersitzung des Ausschusses zum Thema "Wäldchen". SPD-Kandidatin Lena Herget-Umsonst hatte dies angesichts der teils hitzig geführten Debatte um den geplanten Standort der neuen Kita vorgeschlagen.

Eine solche Sitzung ergebe aber nur dann Sinn, betont Gönül, wenn es sich nicht um eine "Alibiveranstaltung und Rechtfertigung des aktuellen Beschlusses" handele, sondern die Suche nach einem Alternativstandort und dessen Bewertung "wirklich offen" in Erwägung gezogen würden.

Gönül kritisiert, Herget-Umsonst habe die Sach- und Beschlusslage zum Kita-Neubau "sehr verkürzt dargestellt". Sie habe unerwähnt gelassen, dass die Freien Wähler das Thema der alternativen Standortfrage nochmals in den Haupt- und Finanzausschuss gebracht hätten, bevor im August 2017 im Parlament abgestimmt wurde. Dabei hätten sie deutlich gemacht, dass der Standort neben dem Bürgerhaus "ein schlechter, wenn nicht der schlechteste Standort" sei, so der FW-Fraktionsvorsitzende Hans-Günter Scholz damals.

Gönül: "Schon 2017 haben wir uns vehement für die Suche eines neuen Standortes eingesetzt, der das einzige zusammenhängende Waldstück in Reichelsheim erhält." Leider sei der Antrag mit der Begründung abgewiesen worden, es gebe "Überschwemmungsproblematiken", obwohl die Freien Wähler hierfür Lösungsvorschläge vorgelegt hätten. Da die grundsätzliche Entscheidung für den Kita-Bau an die Standortfrage gekoppelt gewesen sei, hätten die Freien Wähler vor drei Jahren "im Interesse der Familien in Reichelsheim und der dringend benötigten Betreuungsplätze schlussendlich grünes Licht für die neue Kita" gegeben.

Umso erfreulicher sei es, dass die von den FW schon damals vorgebrachten Argumente nun in einer Sondersitzung nochmals beleuchten werden sollten. Gönül: "Uns ist es nach wie vor wichtig, beiden Interessen gerecht zu werden: den Familien, die dringend auf einen neuen Kita-Bau mit 100 Betreuungsplätzen angewiesen sind, und gleichzeitig dem Klimaschutz den Raum zu geben, der dringend erforderlich ist." Nicht zuletzt die "Fridays for Future"-Bewegung habe das Bewusstsein für den Klimaschutz geschärft. Das Anliegen der Bürgerinitiative zum Erhalt des "Wäldchens" sei "absolut verständlich" und werde von den Freien Wählern ausdrücklich unterstützt.

Die Naturwertigkeit des "Wäldchens" an anderer Stelle wiederherzustellen, sei sehr aufwendig und kostenintensiv und bedürfe einer viel größeren Fläche als der des "Wäldchens" in der Stadtmitte. Eine Neubewertung der Faktenlage sei seiner Ansicht nach dringend erforderlich, erklärt Gönül. Alle Verantwortlichen sollten sich schnellstmöglich an einen Tisch setzen, um eine für alle Seiten vertretbare Lösung zu finden. FOTO: PM

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