Legen an jeder Station einen Halt ein (v. l.): Eckhard Fritsch, Lena Herget-Umsonst, Herbert Unger und Dieter Richter.	FOTO: PM
+
Legen an jeder Station einen Halt ein (v. l.): Eckhard Fritsch, Lena Herget-Umsonst, Herbert Unger und Dieter Richter. FOTO: PM

Wo das Abwasser gereinigt wird

  • vonRedaktion
    schließen

Reichelsheim/Florstadt (pm). Der Verbandsvorsteher des Abwasserverbands Horlofftal, Florstadts Bürgermeister Herbert Unger, hat seine neue Kollegin, Lena Herget-Umsonst aus Reichelsheim, kürzlich zu einer Besichtigung an der Kläranlage begrüßt. Begleitet wurden die SPD-Bürgermeister von Vertretern der SPD-Fraktionen aus beiden Kommunen, unter ihnen Eckhard Fritsch, der als Verbandsmitglied aktiv ist, sowie Dieter Richter.

Sven Höller, der Betriebsleiter und Abwassermeister, zeigte den Kommunalpolitikern die Anlage und beschrieb den Weg des Abwassers. An jeder Station - von dem Hebewerk über den Sandfang bis zu dem Belebungs- und dem Nachklärbecken - machten die Besucher halt. So erfuhren sie mehr über die technischen Abläufe und die einzelnen Pumpwerke im Verbandsgebiet.

»Die Kläranlage ist bemessen für die Abwasserreinigung von 30 000 Einwohnerwerten. Derzeit reinigen wir das Abwasser von circa 26 000 Einwohnern aus Florstadt, Reichelsheim, Echzell, Melbach, Wickstadt und Bönstadt«, sagte Höller. Die Tageswassermenge der Anlage betrage bei Trockenwetter etwa 5520 Kubikmeter. Dies entspreche einem Zufluss von 63,8 Litern pro Sekunde. Bei Regen könnten bis zu 300 Liter Abwasser pro Sekunde gereinigt werden. »Unsere Anlage ist 365 Tage im Jahr aktiv. Störungen werden unserem Bereitschaftsdienst über die Fernwirktechnik per SMS mitgeteilt«, sagte Höller.

Die Politiker informierten sich über getätigte und anstehende Investitionen. Ebenso tauschten sie sich über die Verwendung des produzierten Klärschlamms in der Landwirtschaft aus. Höller berichtete über sein Team, das gut aufgestellt und jung sei, und den Wunsch, 2022 einen Azubi einzustellen. Der Betriebsleiter spricht auch gerne vor Schulklassen. »Es ist uns wichtig, schon bei Kindern ein Umweltbewusstsein zu schaffen.«

Eine professionelle Abwasserentsorgung und -reinigung schütze die Umwelt und schone die Ressource Wasser. »Ich bin stolz, dass dies bei uns seit vielen Jahrzehnten als Gemeinschaftsaufgabe von fünf Kommunen wahrgenommen wird«, betonte Unger. Dieses »vorbildliche und sehr wirtschaftliche interkommunale Projekt« werde ihre vollste Unterstützung finden sagte Herget-Umsonst.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare