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Die Planungen waren nicht immer einfach, nun ist die Kläranlage aber fertig und wird feierlich in Betrieb genommen.

Teuerstes Projekt - Kläranlage eingeweiht

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Ranstadt(sl). Mit einer feierlichen Einweihungsfeier ist am Samstag offiziell die umgebaute, ertüchtigte Kläranlage der Gemeinde in Betrieb genommen worden. Im Beisein vieler Kommunalpolitiker sowie Vertreter der ausführenden Firmen und der begleitenden Ingenieurbüros enthüllten Bürgermeisterin Cäcila Reichert-Dietzel und Gemeindevertretungsvorsitzender Christian Seitz eine Ehrentafel. Allen war die Erleichterung anzumerken; die Herausforderungen der vergangenen zwei Jahre mit zahlreichen Rückschlägen hatte an Nerven und Substanz der Verwaltungsmitarbeiter gezehrt.

Für Reichert-Dietzel war es wichtig, in Sachen Finanzen und Termineinhaltung eine Punktlandung hingelegt zu haben. Denn die Einleitungserlaubnis war auf den 30. Juni 2019 befristet. Die neue Anlage wurde in knapp zwei Jahren errichtet und ist mit rund 4,8 Millionen Euro das bislang teuerste Projekt der Gemeinde.

Nitratbelastung reduziert

Die Bürgermeisterin dankte den politischen Gremien, ihrer Verwaltung und besonders Rechtsanwalt Nickel für seine Beratung. Denn nur vier Wochen nach Baubeginn meldete der Generalunternehmer Insolvenz an. Es galt, Verträge zu kündigen. Der Dank der Bürgermeisterin galt im Besonderen Günter Ruppert in den ersten Jahren ihrer Amtszeit seit 2010 und in den letzten Monaten Karl-Heinz Hoppe, für den die Kläranlage zu seinem "Baby" wurde.

Hoppe selbst war stimmlich sehr angeschlagen und ließ seine Rede von Tobias Ott verlesen. Er schilderte die Entstehungsgeschichte. Die Anlage verfügt über zwei Reaktoren, die unabhängig voneinander, aber funktionsgleich nach dem Schema "befüllen, behandeln, entleeren" arbeiten. Er erläuterte die Arbeitsweise im Detail und machte deutlich, dass mit der Inbetriebnahme ein weiterer großer Schritt zur Reduzierung der Phosphat- und Nitratbelastung der Nidda geleistet wurde. Er übergab die Anlage nach dem Dank an alle Beteiligten an die Klärwärter Ken Michel und Wolfgang Gellendien zur Betreuung.

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