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In Münster-Nienberge haben die Teilnehmer eine Führung im Haus Rüschhaus gemacht. In diesem spätbarocken Landsitz lebte die deutsche Dichterin Annette von Droste-Hülshoff von 1826 bis 1846.

Schlösser und barocke Pracht

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Ranstadt(pm). Zu einer Zweitagefahrt ins Münsterland konnte der Kulturkreises Großgemeinde Ranstadt 39 Mitglieder und Gäste begrüßen. Im Münsterland finden sich viele Schlösser und Burgen, wobei gerade die Wasserburgen typisch für die Landschaft sind. Drei dieser schönen Anwesen wurden auf diesem Ausflug näher in Augenschein genommen.

In Münster-Nienberge angekommen, wurden die Teilnehmer zu einer persönlichen Führung im Haus Rüschhaus erwartet. In diesem spätbarocken Landsitz lebte die deutsche Dichterin Annette von Droste-Hülshoff von 1826 bis 1846. In ihrem kleinen Wohn- und Arbeitszimmer, auch "Schneckenhäuschen" genannt, das sich noch heute weitgehend im Originalzustand befindet, verfasste sie viele ihrer bekannten Werke - Vers-Epen, Balladen und die Erzählung "Die Judenbuche".

Weiter ging die Fahrt zur nahe gelegenen Burg Hülshoff bei Havixbeck, eine typische westfälische Wasserburg und das Geburts- und Elternhaus Annette von Droste-Hülshoff. Nach einer Mittagspause im Burgkeller und einem Spaziergang in der Parkanlage mit vielen blühenden Hortensien wurden die Kapelle und das Museum im Herrenhaus besichtigt, in dem sich zahlreiche Gemälde der Vorfahren Annette von Droste-Hülshoff sowie kostbare Möbelstücke und die Bibliothek befinden.

Westfälisches Versailles

Nach dem Einchecken im Hotel "Überwasserhof" in der Altstadt von Münster traf man sich zu einem kleinen geführten "Historischen Rundgang". Hier erhielten die Teilnehmer einen ersten Eindruck von Münster, die Deutschlands drittgrößte Universitätsstadt ist und als Fahrradstadt mit dem höchsten Radverkehrsanteil in Deutschland gilt. Am nächsten Morgen wurde der Rundgang fortgesetzt, der zum St.-Paulus-Dom, Prinzipalmarkt (historische Einkaufsstraße mit zahlreichen Giebelhäusern), Historischen Rathaus sowie zur Lamberti- und Überwasserkirche führte.

Als letzte Station wurde das rund 25 Kilometer von Münster entfernt liegende Schloss Nordkirchen angefahren. Das inmitten eines großzügigen Landschaftsparks liegende Wasserschloss gilt mit seinem barocken Ensemble aus weitläufigen Gebäuden, Gärten und Parks als das "westfälische Versailles". Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut, beherbergt es seit 1950 die Fachhochschule für Finanzen des Landes NRW. Bei einer Führung wurden die Schlosskapelle mit schönem Deckengemälde, der große Jupitersaal mit seiner barocken Stuckdecke und das Speisezimmer, dessen Wände bis zur Decke mit naturbelassener Eiche verkleidet sind, besichtigt. Eine Kaffeepause in einem netten Café rundete das Programm ab, bevor es wieder Richtung Heimat ging.

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