Rikscha-Fahrer gesucht

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Ranstadt (pm). »Sie fahren gerne Fahrrad? Sie sind gerne im Freien unterwegs? Sie besitzen eine soziale Ader? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns in Ihrer Freizeit als ehrenamtliche/r Rikscha-Fahrer/in unterstützen.« So lautet ein ungewöhnlicher Aufruf der Gemeinde Ranstadt.

Die Rikscha, von der die Rede ist, war Anfang 2020 auf Initiative von Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel dank Spenden angeschafft worden. Die meiste Zeit stand das Gefährt pandemiebedingt in der Garage, doch damit ist nun Schluss. Zum 1. Juli wird die Rikscha im Ranstädter Seniorenzentrum untergebracht.

Die Idee: Mithilfe der Bevölkerung können auch Bewohner, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, ihre Umgebung wieder hautnah erleben und sich als Teil der Gemeinschaft fühlen. Die direkte Nachbarschaft zum Radweg »R4« ermögliche, mit den Bewohnern zum Beispiel einen Ausflug zum Eisessen nach Nidda zu unternehmen.

In einer Analyse des Instituts für Bildung, Entwicklung und Beratung heißt es: »Es ist für die Senioren ein unglaublicher Zugewinn an Mobilität, der durch die Rikscha-Fahrten erreicht wird. Der Radius solcher Menschen, die sich meist nur noch mit einem Rollator fortbewegen können, ist sehr reduziert. Mit den Rikschafahrten wird ihr Bewegungsradius plötzlich wieder erheblich größer. Sie kommen an alte, bekannte Orte, an denen Erinnerungen wach werden. Die meisten ›Passagiere‹ sprechen noch Wochen von ihren Erlebnissen. Diejenigen, die regelmäßiger mitfahren, scheinen dadurch auch wieder mobiler zu werden, trauen sich selbst wieder mehr zu.«

Bei der Rikscha in Ranstadt handelt es sich um ein Modell speziell für Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Sie verfügt über einen elektrischen Motor, der die Tretleistung der Piloten je nach Bedürfnis unterschiedlich stark unterstützt.

Wer für die Senioren strampeln möchte, meldet sich unter Tel. 0 60 41/96 17-15 31 oder thomas.wettig@ranstadt.de.

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