Ranstadt setzt auf Digitalisierung

  • vonStephan Lutz
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Ranstadt (sl). »Was ist denn hier heute los«, wunderte sich Christian Seitz (SPD) in seiner Funktion als Vorsitzender der Ranstädter Gemeindevertretung, nachdem gleich die ersten neun Tagesordnungspunkte allesamt einstimmig beschlossen worden waren.

Die Gemeindevertreter entschieden sich für mehr Digitalisierung und für weniger Papierverbrauch, indem sie die Haushaltspläne und Jahresabschlüsse künftig nicht mehr in Papierform ausdruckt, sondern digital in einer Cloud der ekom21 zur Verfügung gestellt bekommen. Im Haupt- und Finanzausschuss war aber auch beschlossen worden, dass die Papierform nicht grundsätzlich ausgeschlossen wird.

Gleich dreimal wurden Aufträge für den Neubau des Brandschutz-, Bildungs- und Begegnungszentrums vergeben: Schreinerarbeiten mit einem Umfang von 141 578 Euro an die Firma Albus aus Ranstadt und Elektro-Arbeiten im Wert von 100 600 Euro an die Firma HEAB aus Bad Nauheim. Außerdem beschloss man, die Auftragserweiterung um die Leistungsphase 5 der Tragwerksplanung in Höhe von 24 206 Euro an das Ingenieur-Büro Pfeiffer und Schmidt zu vergeben. Angegangen wird auch die Sanierung der Fenster und Türen im Bürgerhaus Ober-Mockstadt: Den Zuschlag mit einem Umfang von 50 083 Euro erhielt die Schreinerei Heß aus Ranstadt.

Auch bei der Neuanschaffung eines Bauhoffahrzeugs herrschte Einigkeit. Der zwölf Jahre alte Opel Combo wird ersetzt; er lief rund 130 000 Kilometer. Der Bauhof entschied sich für einen Dacia Dokker für 15 622 Euro.

Einer Absichtserklärung gleich kommt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan »Am Bahnhof« in der Kerngemeinde. Das Thema wurde einstimmig in den Ausschuss überwiesen, wo man sich mit dem Investor für Schwedenhäuser über Machbarkeit und Umsetzung unterhalten will. Auch weil der Grundstücksbesitzer verkaufen will, »möchte die Gemeinde Ranstadt das Wagnis eingehen, der Kerngemeinde ein neues Gesicht zu geben«, sagte Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel. Problematisch und deshalb zuerst zu klären wären die Ab- und Zufahrt auf die B 457 zwischen Bahnübergang und Gartenstraße.

Flur wird bereinigt

Reine Formsache war der Fall einer Flurbereinigungsbestätigung der Gemeindegrenze zwischen Ranstadt-Bobenhausen und Ortenberg-Wippenbach. »Das ist nichts Dramatisches, wir gewinnen deshalb nichts, aber wir verlieren auch kein Land«, erläuterte Reichert-Dietzel die Verwaltungsvorlage, die lediglich eine Teilung eines Feldwegs umfasste.

Komplett von der Tagesordnung gestrichen werden konnte der nicht öffentlich zu beratende Landankauf für den Radwegebau zwischen Ranstadt und Konradsdorf. Wie die Rathauschefin ausführte, übernimmt die Hessische Landgesellschaft dieses Verfahren. Ferner sagte Hessen Mobil eine Realisierung für 2024 zu.

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