Radweg "längst überfällig"

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"Der Radweg von Ranstadt nach Selters ist notwendig!" Um das zu unterstreichen, haben sich über 30 Personen, die meisten davon per Fahrrad, am Ortseingang von Effolderbach eingefunden. Initiator der Aktion war Sigi Gnau von der IG Radweg aus Ober-Mockstadt. Er wies zu Beginn des Treffens darauf hin, dass der Radweg zwischen Ranstadt und Selters seit mehr als zwei Jahrzehnten gefordert sei und "längst überfällig ist".

"Der Radweg von Ranstadt nach Selters ist notwendig!" Um das zu unterstreichen, haben sich über 30 Personen, die meisten davon per Fahrrad, am Ortseingang von Effolderbach eingefunden. Initiator der Aktion war Sigi Gnau von der IG Radweg aus Ober-Mockstadt. Er wies zu Beginn des Treffens darauf hin, dass der Radweg zwischen Ranstadt und Selters seit mehr als zwei Jahrzehnten gefordert sei und "längst überfällig ist".

Der Zug aus Radfahrern und Fußgängern setzte sich entlang der Kreisstraße 238 in Bewegung, um an der Bundesstraße 275 in einer Parkbucht zu enden. Dort erklärten die beiden Bürgermeisterinnen Cäcilia Reichert-Dietzel aus Ranstadt und Ulrike Pfeiffer-Pantring aus Ortenberg die derzeitige Planung.

Aufteilung in zwei Bauabschnitte

Aus Ranstadt solle unter einer bestehenden Unterführung der Radweg vom Rewe-Markt zur rechten Seite der Bundesstraße geführt werden. Von dort ist ein paralleler Verlauf entlang der Straße vorgesehen. Dieser endet am Waldrand auf der Anhöhe. Weiter soll der Radweg nach Effolderbach verlaufen und dann linksseits der Kreisstraße zur Bundesstraße. An der ehemaligen Bushaltestelle solle die Bundesstraße überquert werden und der weitere Wegeverlauf sei auf der linken Straßenseite Richtung Konradsdorf und Selters geplant.

Während auf der Ranstädter Seite die Planung weitestgehend wohlwollend aufgenommen wurde, gab es vonseiten der Ortenberger Verwaltung Änderungsvorschläge. So solle man den Radweg von Effolderbach rechtsseitig der Kreisstraße führen und an der tiefsten Stelle der Bundesstraße kurz hinter der Einmündung der Kreisstraße eine Unterführung bauen. Dies hätte nicht nur eine gesicherte Straßenüberquerung für die Konradsdorfer Schülerinnen und Schüler zur Folge, sondern wäre auch für den Viehtrieb des Biohofes der Domäne Konradsdorf von Vorteil.

Obwohl der Ortenberger Vorschlag allseits begrüßt wurde, sprachen sich alle Anwesenden dafür aus, die Planung in zwei Bauabschnitten weiterzuführen. Einmal den Abschnitt von Ranstadt durch den Wald, der zeitnah realisiert werden kann, und im nächsten Schritt den Abschnitt über Effolderbach mit Unterführung nach Konradsdorf und Selters. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass auf ein langwieriges Planfeststellungsverfahren verzichtet werden soll.

Gerhard Salz, langjähriger Lehrer an der Schule in Konradsdorf und oft mit dem Fahrrad auch zur Schule unterwegs, wies darauf hin, dass es durchaus einer seiner letzten Klassenfahrten zu verdanken sein könnte, dass überhaupt ein Planungsauftrag vergeben wurde.

In Berlin besuchte die Klasse die damalige Bundestagsabgeordnete Priska Hinz von den Grünen und trug ihr unter anderem das Anliegen Radweg entlang der B 275 vor. Sie zeigte sich aufgeschlossen und verlangte Detailinformationen. Ein Jahr später im Jahr 2015 war der Planungsauftrag da.

Gnau wies abschließend darauf hin, dass ´zukünftig weitere Aktionen geplant seien wie zum Beispiel das Aufstellen von Schildern entlang der Bundesstraße, der Besuch beim Regierungspräsidium in Darmstadt bzw. eine kleine Kundgebung beim Besuch der Bundeskanzlerin beim Kalten Markt in Ortenberg.

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